Über Flow-Movement

Was ist Movement-Flow?

Der Flow verhält sich wie ein eigenständiges Lebewesen

Der Flow verhält sich wie ein eigenständiges Lebewesen. Es eigensinnig und zart wie eine Katze. Man kann den Flow nicht herbei befehlen. Er kommt, von alleine. Der Flow kommt und geht, aber mit dem Training kommt der Flow immer schneller. Je mehr Flowerfahrung man hat, umso länger und intensiver wird er. Die Fähigkeit in den Flow zu kommen ist wie das Fahrradfahren – man verlernt es nicht mehr.

Flow ist nur eine Ahnung

Der Flow gibt dir in der Regel keine exakten Bewegungen vor. Es handelt sich um Bewegungs-Tendenzen. Der Flow gibt einem nicht mehr Information, als die die man braucht, um eine Ahnung zu bekommen. .

Es gibt verschiedene Arten des Flows

Je nach dem auf welchen Flow man sich einstimmt, kommen andere Bewegungen raus. Chi Gong, Kung-Fu, Krumping, Feldenkrais, Breakin, Popping, etc. sind verschiedene Movement-Flows. Es gibt Sprech-Flows, Schreib-Flows, Mal-Flows, etc.

Der Flow ist immer da

Ob er sich entfaltet hängt nur davon ab, ob man dem Flow Aufmerksamkeit schenkst und ihm Energie gibt.

Wie kommt man in den Flow?

Zum Flow braucht es Mut zur Hingabe

Flow braucht Hingabe. Nicht unser bewusster Wille, sondern der Wille des Flow geschehe. Es braucht Mut, weil der Flow einen in Bewegungen führt, die einem unbekannt sind. Das unbekannte ist einem zu beginn immer Unheimlich. Hier braucht es Mut und Vertrauen. Der Flow verändert den Menschen und auch das macht zu Beginn Angst. Hingabe bedeutet aufzuhören etwas Kontrollieren zu wollen. Etwas verstehen zu wollen ist gleich dem Willen etwas kontrollieren zu können.

„To be fully alive, fully human, and completely awake is to be continually thrown out of the nest. To live fully is to be always in no-man’s-land, to experience each moment as completely new and fresh. To live is to be willing to die over and over again.

– Pema Chodron

Keine Vorstellung haben vom Flow

Man darf eine innere Haltung haben, wie ein weißes, unbeschriebenes Blatt Papier. Ohne Motiv, ohne Richtung, ohne Absicht. Sobald man glaubt etwas über den Flow Wissen, entwickeln sich Erwartungen. Wenn diese Erwartungen nicht in Erfüllung geraten gerät man in den Zweifel. Der Zweifel trennt vom Flow.

Nicht nachdenken

Um in den Flow zu kommen darf man aufhören über die Bewegungen nachzudenken. Das Denken tendiert dazu die Bewegung kontrollieren zu wollen und das trennt einem vom Flow.

Beurteilung trennt vom Flow

Bewertung ist eine Resultat den Denkens, weshalb Bewertung auch vom Flow trennt. Negative Bewertungen zerstören den Flow sofort. Man darf aber auch keine positive Bewertung machen, weil man beispielsweise etwas überraschend schönes gemacht hat.

Viele gedankliche Kommentare kommen als gut gemeinte Ratschläge oder Kritik daher: „Die Bewegung sieht anders besser aus.“,“Das kann ich nicht“, „Das steht mir nicht.“, „Das sieht affig aus.“, „Ich hab mal gehört das ist ungesund.“, „Das war eine schöne Bewegung!“, „Ich bin nicht so gelenkig“ usw. Es muss ein Weg gefunden werden, um dem inneren Monolog seinen Einfluss auf den Flow zu nehmen. Der Flow darf einfach ohne Beurteilung passieren.

Flow ist ein Prozess des Erinnerns

Als Kinder sind wir im Flow. Wir handeln ohne nachzudenken aus inneren Impulsen heraus. Später, wenn wir älter werden, lernen wir spontane Impulse durch überlegte Handlungsstrategien zu überlagern. Flow zu erfahren bedeutet sich an etwas zu erinnern, was man als Kind hatte.

Halte die Aufmerksamkeit beim Körpergefühl

Bewege dich. Nimm jedes noch so kleine Signal aus deinem Körper wahr. Untersuche es. Geh näher dran. Bewege dich wieder. Versuche immer nur zu fühlen. Wenn du ins Grübeln kommst, dann richte deine Aufmerksamkeit wieder auf das Fühlen.

Ein störungsfreier Trainingsplatz

Es braucht einen geschützten Raum in dem wo man nicht gestört wird. Es ist schwer in die Tiefe zu gehen, wenn man ständig heraus gerissen wirst, durch: klingelnde Telefone, Kinder, etc. Du solltest Gewissheit haben, dass du für die nächsten Stunden ungestört experimentieren kannst, denn der Geist entspannt sich nicht, wenn er schon weiß, dass er nicht genug Zeit hat.

Manchmal kann es einem schwer fallen, sich dem Flow hinzugeben, wenn man sich beobachtet fühlt. Es sollten vielleicht für den Anfang auch keine weiteren Zuschauer dabei sein.

Höre gute Musik

Musik bringt uns ins spüren. Es ist egal was wir hören, Hauptsache es berührt uns. Von Rhythmen können wir uns hypnotisieren lassen.

Ein Gedanke um alle Gedanken zu kontrollieren

Im Grunde basiert Meditation auch auf einem Gedanken. Einem Gedanken, der alle anderen Gedanken dominiert und verdrängt. Auch das Nicht-Denken ist das Werk eines Gedankens. Beim Movement-Flow ist die Aufgabe des Denkens, immer wieder daran zu erinnern die Aufmerksamkeit beim Flow zu halten. Immer daran denken: „Nicht ablenken lassen.“

Das Problem mit dem Denken

Denken hält in der Komfortzone

Das Denken möchte vor Gefahren schützen, dadurch, dass es versucht die Zukunft vorherzusehen und unbekannte Terrains vermeidet. Beim Tanzen sind es unbekannte Emotionen, unbekannte Gefühle, unbekannte Bewegungen, etc. Da wir auch die Trance und Ekstase nicht kennen, lässt es uns auch da nicht gerne hin. Das Denken hält uns vor dem Sprung ins Unbekannte ab. Es hält uns in der sicheren Komfortzone, also da wo kein Wachstum passiert. Das Denken mag Veränderungen nicht.

Denken wiederholt Bewegungen

Das Denken hat das Bestreben einen einmal gegangenen Weg noch Mal zu gehen. Das Denken arbeitet mit Erinnerungen, also dem Wissen der Vergangenheit. Das passiert auch mit Bewegungen. Wenn sich der Verstand eine Bewegungsabfolge gemerkt tendiert er dazu diese immer zu wiederholen. Man gerät dann in eine Schleife. Die Kreativität schläft ein.

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