Wie komme ich in den Flow?

In den Flow kommst du, wenn du über deine Bewegungen nicht nachdenkst und dich völlig der Bewegung, die sich durch dich ausdrücken will, hingibst. Dein „Ich“ löst sich auf. Der Flow ist am besten als eigenständiges Lebewesen zu betrachten. Etwas scheinbar fremdes oder höheres bewegt deinen Körper. Du stellst deinen Körper als Kanal (Channel)/Medium dem Flow zur Verfügung. Du wirst die Bewegung und die Musik. Deine Aufmerksamkeit ist absolut im Jetzt. Man könnte es als bewegte Leere beschreiben. Durch die völlige Hingabe kannst du Ekstase erreichen. Was Flow wirklich ist, ist nicht mit Worten zu beschreiben.

Der Flow ist ein eigenständiges Lebewesen

Mir hat sich der Flow wie eine eigentständiges Lebewesen gezeigt, eigensinnig wie eine Katze. Er ist zu Beginn wie eine fremde Katze, die dir auf der Straße begenet. Du kannst sie nicht zu dir her befehlen. Du kannst den Flow nicht erzwingen! Du kannst dich nur sanft und geduldig anbieten. Der Flow ist zu Beginn zart und scheu. Deshalb musst du behutsam und aufmerksam mit dem Kontakt umgehen. Du musst still und leise werden, um mit ihm zu kommunizieren. Wenn der Flow dir vertraut, dann kommt er zu dir und lässt sich berühren. Je mehr gegenseitiges Vertrauen besteht, je mehr ihr euch gegenseitig kennen lernt, umso intensiver wird der Kontakt. Mit der Zeit wird aus der Katze ein Tiger und du kannst auf ihm durchs Feuer reiten. Der Flow lässt sich immer leichter herbei rufen und er kann dich Trance bringen. Du wirst den Flow immer wieder finden und verlieren. Je öfters mit dem Flow arbeitest, umso länger und intensiver sind die Phasen des Flows. Das schöne ist: Die Fähigkeit in den Flow zu kommen (finde ich) ist wie Fahrradfahren: Man verlernt es nicht mehr.

Es gibt verschiedene Flows

Je nach dem in welchen Flow du dich einstimmst, kommen andere Bewegungen raus. Chi Gong, Kung-Fu, Krumping, Feldenkrais, Breakin, Popping, etc. haben verschiedene Movement Flows.

Es gibt Menschen die können Sprechflows oder Schreibflows erzeugen. Das nennen manche dann „Channeling“ oder „Automatic Writing“. Was gesprochen oder geschrieben wird, macht den Anschein, es handelt sich um Wesen aus einer anderen Welt mit ihren ganz eigenen typischen Charaktereigenschaften. Diesen Wesen sind so eigenartig, dass man ihnen sogar Namen geben kann. Ob das jetzt Sprechen, Schreiben oder Tanzen ist: Wie ich beits sagte, Flow ist ein Lebewesen für sich.

Die Message des Flows ist Selbstausdruck

Es heißt ja, die Seele will sich selbst ausdrücken. Genau das passiert bei Flow Movement. Darüber, was die Seele da ausdrückt, werde ich ein eigenes Kapitel schreiben. Die Seele muss sich ausdrücken können, sonst verkümmert sie in dir und damit verkümmerst du.

Der Flow ist immer da

Der Flow lebt in dir und ist in jedem Augenblick in dir lebendig. Ob er sich durch dir ausdrückt hängt nur davon ab, ob du dem Flow aufmerksamkeit schenkst und ihm deinen Körper leihst, um sich auszudrücken. Es braucht nur Körperwahrnehmung und einen Raum zum Bewegen.

Flow ist irgendwie reflexartig

Sicher ist die medizinisch-biologische Definition eines Reflexes anders als das was einen Flow auszeichnet. Aber vom Gefühl ähnelt sich das. Es ist eine Beweung die passiert ohne das du dir das vorher überlegt hast.

Zum Flow braucht es Mut zur Hingabe

Flow braucht Hingabe. Geh in die innere Haltung: „Nicht mein Wille, sonder dein Wille geschehe.“ Es braucht Mut dafür, weil der Flow dich in Bewegungen und inneren Zuständen führt, die dir unbekannt sind. Dann kommt erst man die Angst vor dem Unbekannten. Hier brauchst du Mut um dem Flow zu Vertrauen. Es ist ein Weg der dich zu einem anderen Menschen macht, denn das Ziel ist die bedingungslose Hingabe. Und die bedingungslose Hingabe führt dich direkt zur Mutter aller Ängste.

Kontolle kommt vom Vergleich

Hingabe bedeutet aufzuhören etwas Kontrollieren zu wollen. Kontrolle ist ein Mechanismus des Vergleichs des Ist-Zustandes mit dem Soll-Zustandes. Der Soll-Zustand, die Referenz, das Ideal, der Traum, die Vision, wie tanzen die anderen, was ist cool und was nicht, irgend etwas auf das du dich zubewegen willst… Weg damit! Der Vergleich trennt dich von der Quelle. Der Vergleich hält dich davon ab deine wahre ur-eigene Bewegungs-Signatur zu entfalten. Du verlierst Energie und deine Aufmerksamkeit, für etwas, dass in der „Ferne“ liegt und verpasst dabei dich selbst. Finde einen Weg beim Tanzen das Streben, die Gier, das Verlangen nach etwas zu beenden und du bekommst die Wahrnehmung auf und die Energie für die Bewegung die gerade wirklich lebendig ist. Der Fokus auf das Jetzt und die Energie, die darauf gebündelt wird, transformiert den Augenblick. Diese kontinuierliche Transformation des Augenblicks ist der Flow. Das ist eine wichtige Vorraussetzung, um in den Flow zu kommen.

Autoritäten nicht akzeptieren

Es darf für dich keine Autorität, keine Person, kein Guru oder Instanz geben, die Maßstäbe für dich gesetzt hat. In diesem Fall darf es nicht einmal ein Konzept geben, dem du beim Tanzen entsprechen musst. Wenn dich autoritäre Energien beeinflussen, hast du keinen frieden du selbst zu sein. Du hast auch keinen Frieden vorurteilsfrei zu beobachten, was geschieht. Autorität kommt von „Urheber“ – der Autor. Du musst so stark sein dich selbst zur Autorität zu erheben und das Werk zu erschaffen. Zwinge das nicht anderen Menschen auf. Das ist etwas, dass du mit dir selbst ausmachst. Es gibt niemanden der dich leitet oder der dir deinen Fortschritt bestätigt. Du musst den Weg vollständig alleine gehen. Auch was du hier erfährst, darf für dich nicht mehr als Inspiration sein.

Keine Vorstellung haben vom Flow

Wenn du ein Bild oder eine Vorstellung hast wie der Flow sein könnte, wenn du eine Vorstellung hast, wie es sich anfühlt, welche Bewegungen gemacht werden, ein Motiv, etc, dann ist deine Wahrnehmung für das was der Flow wirklich ist schon eingeschränkt. Der Flow ist etwas Ganzheitliches. Dein Körper wird sich als ein Ganzes bewegen. Wenn du beginnst den Flow in Fragmenten zu studieren, dann wirst du nur Fragmentierte Antworten bekommen. Du musst die innere Haltung haben, wie ein weißes unbeschriebenes Blatt Papier an das Studium des Flows heran zu gehen, ohne Motiv, ohne Richtung. Der Wahrnehmung dann kannst du den Flow als ganzes Erfahren.

Flow ist ein Prozess des Erinnerns

Auch wenn ich vorher schrieb, der Flow weißt in die Zukunft (der Flow kennt den nächsten Schritt), ist Flow etwas dass wir schon immer in uns tragen. Wir haben nur mit der Zeit gelernt, dem Flow nicht zu folgen. Wir haben gelernt innere Impulse zu unterdrücken oder ihre Richtung willentlich zu manipulieren. Flow erfahren zu wollen bedeutet sich zu erinnern.

Der Flow weist in die Zunkunft und wird im Jetzt beobachet und ausgedrückt

Du richtest deine Aufmerksamkeit auf das Jetzt. Du denkst nicht über die Vergangenheit nach und wie du dich bisher bewegt hast. Du denkst nicht über die Zukunft nach und wie die dich bewegen möchtest. Du bist nur im Hier und Jetzt und richtest deine Aufmerksamkeit auf dein Körpergefühl und dem inneren Impuls dich irgendwo hin zu bewegen. Der Flow ist weißt in die Zukunft, er kennt den die nächste Bewegung. Es fühlt sich an wie ein Hund der an der Leine zieht. Du folgst.

Flow ist nur eine Tendenz

Der Flow gibt dir in der Regel keine exacten Bewegungsrichtungen vor. Es handelt sich meistens mehr um Tendenzen. Der Flow gibt dir nicht mehr Information, als das du eine Ahnung hast, wo es hingehen könnte. Allerdings sind die wenigen Informationen immer ausreichend, damit du den „Auftrag“ verstehst.

Wissen verleitet zum Zweifel

Um den Flow zu erfahren musst du völlig offen und unvoreingenommen sein. Sobald du versucht Kontrolle darüber zu bekommen in dem du versuchst etwas zu Wissen, wirst du bei unerwarteten Erfahrungen in den Zweifel geraten. Der Zweifel trennt dich vom Flow. Wisse nichts wenn du in den Flow gehst und er wird sich dir vollständig offenbaren.

Was ist Schönheit?

Proportionen? Harmonie? Ist es etwas subjektives oder objektives? Etwas individuelles? Ist es etwas in der Außenwelt? Wenn wir beispielsweise ein Bild betrachten, dann urteilen wir darüber, ob es unseren Wertvorstellungen entspricht oder nicht. Wir fällen ein Urteil darüber ob es schön ist oder nicht. Das Urteilen lässt vermuten, dass es das nicht sein kann. Schönheit ist etwas nicht in Worte zu fassendes nur erfahrbares. Wir haben dieses Erfahrung, wenn uns dem Flow hingegeben haben und uns darin völlig auflösen. Diese Empfindung haben wir auch, wenn wir Tänzer, Musiker, Künstler beobachten, wie sie sich ihrer Kunst völlig hingegeben haben.

Denken trennt dich vom Flow

Um in den Movement-Flow zu kommen musst du einen Weg finden, das Denken aus der Bewegung zu heraus zu nehmen. Das Denken versucht immer wieder Kontrolle darüber zu gewinnen, wie du dich bewegst und es trennt dich vom Flow.

Die Stimme in deinem Kopf bist nicht du

Die Stimme in deinem Kopf, der Denker, der Kommentator, bist nicht du. Es ist das Gedankenkonstruckt namens Ego. Das Ego kommentiert als Stimme in deinem Kopf auch die Art wie du dich bewegst. Es mischt sich als überwiegend rational arbeitende Instanz in einen überwiegend irrational creativen Prozess ein. Da gehört es nicht hin. Denken ist beim Flow-Movement eher hinderlich.

Hör nicht auf die Stimme in deinem Kopf

Es kommt dir vor als würdest „Du“ ständig vor dir selbst kommentieren und bewerten wie du dich bewegst. Die meisten Kommentare kommen als scheinbar gut gemeinte Ratschläge daher.: „Die Bewegung sieht anders besser aus. Das kanns du nicht, mach das nicht. Das steht dir nicht. Das sieht affig aus. Ich hab mal gehört das ist ungesund. Wow, das war eine schöne Bewegung! Ich bin nicht so gelenkig. Ich kann nicht tanzen (der schwachsinnigste aller Glaubensätze).“ Finde einen Weg, der Stimme ihren Einfluss auf deine Bewegungen zu nehmen.

Blackouts

Du musst sehr achtsam sein, um mit zu bekommen, wenn das Denken den Kurs deiner Bewegung verändert. Es ist ein Augenblick in dem du spüren kannst, das du vom Flow getrennt wurdest. Du kannst wahrnehmen wie du dich plötzlich umentscheidest und eine andere Bewegung machst, als die, die ohne „Eingriff“ geschehen wäre. Das sind kurze Blackouts, wo dein Bewusstsein einschläft und der Verstand die Kontrolle übernimmt. Das bekommt man meistens erst mit wenn es vorbei ist. Aber es ist jederzeit Möglich wieder in den Flow zurück zu kehren und weiter zu machen, aber dieser eine eine verpasste Moment ist weg. Es ist nicht mehr möglich die Bewegung zu wiederholen, um zum verganenen Flow zurück zu kehren.

Das Denken hält dich in der Komfortzone

Das Denken möchte dich vor Gefahr schützen. Es versucht dich in „Sicherheit“ zu bringen, in dem es dich vor unbekanntem „Terrain“ fern hält. Beim Tanzen sind es unbekannte Emotionen, unbekannte Gefühle, unbekannte Bewegungen, etc. Da wir auch die Trance und Ekstase nicht kennen, lässt es uns auch da nicht gerne hin. Das Denken hält dich vor dem Sprung ins Unbekannte ab. Es hält dich in der sicheren Komfortzone, also da wo kein Wachstum passieren kann. Das Unbekannte und Unsichere sind Eigenschaften des Lebens selbst. Du musst immer wieder Mut aufbringen ins unheimliche, unbekannte, unsichere zugehen.

Das Denken wiederholt Bewegungen

Das Denken hat das Bestreben zu wiederholen, einen einmal gegangenen Weg noch Mal zu gehen. Das Denken arbeitet mit der Wissen der Vergangenheit. Das passiert auch mit Bewegungen. Wenn sich der Verstand eine Bewegung gemerkt hat bietet er sie dir immer wieder als Lösung an. Das kann dazu führen, dass du dich in bestimmten Bewegungs-Mustern ständig verfängst. Du hängst du dann in einer Schleife fest. Deine Aufmerksamkeit lebt nun in der Vergangenheit und „du schläfst“ ein. Du machst dann Stunden, Monate, vielleicht Jahre immer die selben Moves. Es gibt Übungen, um da raus wieder aufzuwachen.

Das Denken treibt

Um mit dem Flow in Kontakt zu kommen brauchst du den Frieden den Augenblick wahrzunehmen und zu beobachten. Da Denken drängt aber zu Leisung: „Mach was. Streng dich an. Mach es besser.“ Beobachte ob dein Denken dich unter Druck setzt. Finde einen Weg von diesem Leistungsdruck weg zu kommen.

Wie komme ich am Denken vorbei?

Halte die Aufmerksamkeit stets beim Körpergefühl

Du musst deine Aufmerksamkeit bei der Körperwahrnehmung halten. Das zieht die Aufmerksamkeit von den Gedanken aus dem Kopf hinunter in den Körper. Spüre immer in deinen Körper hinein. Bewege dich. Nimm jedes noch so kleine Signal aus deinem Körper wahr. Untersuche es. Geh näher dran. Bewege dich wieder. Bekomme alles mit, was sich in deinem Körper regt. Versuche immer nur zu fühlen. Fühlen, Fühlen, Fühlen und wenn du ins Grübeln kommst, dann richte deine Aufmerksamkeit wieder auf das Fühlen. Folge nicht den Signalen die von „oben“ aus dem Kopf kommen. Folgen den Signalen die von „unten“ aus dem Körper hochsteigen. Wenn du Meditationserfahrung hast, dann hilft dir das hier.

Höre gute Musik

Musik bringt dich auch ins spüren. Höre einfach gute Musik. Es ist egal was du hörst, hauptsache es brührt dich irgendwie. Ich lasse mich gerne auf Rhythmen ein. Gute Rhythmen können hypnotisieren. Oder ich höre etwas, dass mich innerlich zum dahinschmelzen bringt – Musik mit Chello, Piano und Gesang bewirkt sowas bei mir.

Überwinde deine Angst vor dem Unbekannten

Die Brecheisen-Methode

Ich habe mit der Brecheisen-Methode die besten Erfolge gehabt. Wenn ich eine Angst in mir Entdecke, dann versuche ich zu verstehen wovor genau ich Angst habe. Wenn ich weiß wovor ich Angst habe, dann analysiere ich das tatsächliche Gefahrenpotential. Da die meisten Ängste nur Hingespinnste und weder Leib und Seele in Gefahr sind, verwende ich einen einfachen Trick: Ich gehe sterben. Beispiel: Ich stand bei Tanz-Wettbewerben immer unter Druck und konnte meine Leistung nicht abrufen, weil ich Angst hatte schlecht zu tanzen und mich lächerlich zu machen. Daraufhin habe ich an Tanz-Wettbewerben teilgenommen mit der Absicht genau dieses Horror-Szenario eintreten zu lassen. Ich hatte meinen Auftritt und ich habe versagt so gut ich nur konnte. Ich ging eine Minute durch die Hölle. Ein paar Zuschauer die mich kannten fanden es lustig. Der Rest hatte mich vergessen. Ich war für immer geheilt. Jetzt ist habe ich den Druck nicht mehr, weil schlimmer als das kann es ja nicht mehr werden. Du kannst viele Ängste schnell loswerden, in dem du direkt auf sie zugehst. Viele Ängste schützen dich vor keiner tatsächlichen Gefahr. Sie lassen dich aber Todesangst spüren. Machne haben Todesangst vor Spinnen. Manche haben Todesangst auf hohen Brücken. Ich hatte Todesangst vor der Liebe. Was ich damit sagen will: Wenn du Angst hast, pack deinen Mut zusammen und geh sterben.

„To be fully alive, fully human, and completely awake is to be continually thrown out of the nest. To live fully is to be always in no-man’s-land, to experience each moment as completely new and fresh. To live is to be willing to die over and over again.

– Pema Chodron

Ganz ohne Denken geht es nicht

Jiddu Krishnamurti hat sowas gesagt wie: Im Grunde basiert Meditation auch auf einem Gedanken. Einem Gedanken, der alle anderen Gedanken dominiert und verdrängt. Auch das Nicht-Denken ist das Werk eines Gedankes.

Du wirst beim Flown immer wieder dich an deine Flow „Aufgabe“ zurück erinnern müssen. Deine Gedanken lenken die Aufmerksamkeit weg von anderen Gedanken. Das ist schwer zu erklären, aber es ist ein Geschicktes Spiel zwischen Denken, nicht Denken, Hingabe, Kontrolle, usw. Aber keine Sorge, das kriegt man hin.

Optimale Rahmenbedingungen um zu sterben

Meditieren Geist beruhigen

Zu Beginn solltest du erst Mal mental dich auf den Flow vorbereiten. Es gibt unzählige Methoden, wie du innerlich zur Ruhe kommen kannst. Wenn du innerlich aufgewühlt bist, dann kann es schwer werden, den Flow zu erspüren.

Ein störungsfreier Raum

Du brauchst einen geschützen Raum in dem du dich fallen lassen kannst, ohne das dich jemand dabei stört. Es ist schwer in die Tiefe zu gehen, wenn du ständig heraus gerissen wist. Beispielsweise durch: Klingeldes Telefon, Kinder die an deiner Aufmerksamkeit ziehen, vorbeilaufende Menschen, ungebetene Zuschauer, etc. Du solltest Gewissheit haben, dass du für die nächsten Stunden ungestört experimentieren kannst.

Ausreichend Trainingszeit

Um in die Tiefe zu kommen, brauchst du Zeit, um dich einzustimmen. Wenn du vertieft bist, dann brauchst du Zeit und die Welt zu erkunden. Um entspannt wieder zurück zu kehren, brauchst du auch Zeit. Wenn du aus Zeitgründen aus deinem Prozess herausgerissen wirst, ist es wie wenn du im Radio deinen Lieblings-Song hörst und er an seiner besten Stelle von Werbung unterbrochen wird. Da wir ohne Einfluss von bewusstseinsverändernden Substanzen arbeiten, ist das nicht gefährlich, aber es fühlt sich ekelhaft an. Es gibt Tage da bin ich nach wenigen Minuten schon „drin“ und Tage wo ich Stunden brauche. Manchmal klappt es überhaupt nicht. Ich empfehle grob ein Zeitfenster von drei Stunden fürs Training. Ich hatte viele Jahre den Luxus meine Sessions Open-End zu gestalten. Ich habe um 21 Uhr angefangen und gemacht bis nichts mehr ging.

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