Free.Flow.Movement. | Samstag | 11. Nov | Stuttgart-Weilimdorf | Crossfitvirage |

75,00 

Es ist ein Trip durch das Feld Körper und Bewusstsein. Ich zeige euch eine Reihe von aufeinander aufbauenden Wahrnehmungs-, Kreativitäts- und Koordinationsübungen, die ich über Jahre gesammelt und entwickelt habe. Jeder macht seine eigenen Erfahrungen und lernt etwas über sich selbst und seinen eigenen Körper. Es ist eine Reise von der Wurzel, dem Bewusstseinszustand innerer Bewegung, über die präzise Ansteuerung einzelner Muskeln und Gelenke bis hin zur Kunst. Ich werde euch auch die Hintergründe erklären zu den Erfahrungen die ihr dabei macht. Mehr Infos weiter unten.


Samstag, 11. Nov, 14 – 18 Uhr

Die Teilnehmerzahl ist auf 10 begrenzt!

Nicht vorrätig

Kategorie:

Beschreibung

Mein Name ist Frank Lee Döllinger. Ich bin Tänzer und Tanzlehrer aus Berlin. In diesem Workshop zeige ich dir meinen Weg in deinen Movement Flow.

Was steckt hinter Free Movement Flow

Was ist das implizite Wissen deines Körpers?

Der Körper reagiert Umweltreize meistens richtig, wenn man ihn reagieren lässt. Nach Millionen Jahren Evolution hat der Körper gelernt was er braucht, um sich funktionstüchtig zu halten, lange bevor die Lebewesen mit zu Denken begannen. Dieses uralte Wissen steckt als implizites (indirektes) Wissen heute noch in unserem Körper. Ein Beispiel dafür sind natürliche Reflexe. Sie müssen nicht erlernt werden, sie kommen quasi mit der DNA. Manchmal konkurriert jedoch natürliche Bewegungen mit der gedanklichen Vorstellung, wie eine Bewegung ausgeführt wird. Das sehe ich oft bei Menschen ohne Trainingserfahrung beim Kreuzheben: Die Trainierenden folgen ihrer gedanklichen Vorstellung, wie eine Bewegung ausgeführt wird. Ihr Körper signalisiert einen zwickenden Schmerz, vielleicht im Rücken oder in den Knien. Die Bewegung nicht so ausgeführt, wie es gut für den Körper ist. In diesem Workshop wollen wir uns der impliziten Weisheit unseres Körpers wieder annähern - hören was der Körper sagt.

Was ist die Kinesphäre?

Rudolph von Laban (Tanztheoretiker) prägte den Begriff der "Kinesphäre". Damit meint er alle Punkte im Raum und jede Konfiguration deines Körpers, die für dich potenziell erreichbar sind. Ein anschauliches Beispiel sind die Schneeengel die entstehen, wenn man im Schnee auf dem Boden liegt und mit den Armen und Beinen rudert. Das ist eine 2-dimensionale Kinesphäre. Echte Mobilität ist also die Fähigkeit das Potenzial deiner gesamten Kinesphäre (alle Bewegungen die du machen könntest) für dich zu nutzen. Jede Fitness-Übung bewegt sich nur in einem Teil in deiner Kinesphäre. Beim Schwimmen ist sie logischerweise größer als beim Bankdrücken. Bei der freien Bewegung auf dem Boden kannst du fast jeden Punkt in deiner Kinesphäre erreichen.

Was ist der Flow und wie komme ich da rein?

Dir ist bestimmt aufgefallen, dass es Bewegungen gibt, die dir mehr Spaß machen als andere. Das merkst du zum Beispiel, wenn du dich morgens nach dem Aufwachen streckst. Das fühlt sich einfach großartig an. Der Puls wird angeregt, die Gelenke renken sich sein, die Muskel werden aktiviert, etc... Dein Körper sagt dir, was du für ihn tun kannst und was du vermeiden solltest, damit es ihm gut geht. Es gibt also Bewegungen die fühlen sich irgendwie "passend" an und welche die fühlen sich nicht passend an. Wenn du mehrere "passende" Bewegungen hintereinander ausführst, entsteht dein Flow-Gefühl. Deinen Flow kannst du schwer an der Maschine ausleben, da deine Bewegungsfreiheit zu sehr eingeschränkt ist. Auf dem Boden geht das ziemlich gut.

Mit dem Flow beginnt die Magie

Dadurch, dass du dich deinem Flow hingibst, machst du Bewegungen, an die hättest du niemals gedacht. Wodurch du wichtige Muskeln trainierst, die du womöglich nie bewusst angesteuert hättest. Alle Muskeln beeinflussen sich gegenseitig, insbesondere bei großen und komplexen Bewegungsabläufen. Winzig kleine Veränderungen in der Haltung bewirken einen großen Unterschied auf die Belastung aller beteiligten Muskeln. Das spürt man beispielsweise bei den Push-Ups ganz deutlich: Dreht man die Handflächen nur wenige Grad nach innen oder außen trainiert man andere Teilbereiche in der Schulter- und Brustmuskulatur. Wenn du dich komplett frei bewegst, verändern sich Haltung, Intensität und Richtung deiner Kraft ständig. Deshalb ist freie Bewegung auch sehr wirklichkeitsnah.

Richtiges Atmen

Etwas, wofür du deine Aufmerksamkeit schulen solltest, um effektiver zu trainieren, ist dein instinktives Atmungsverhalten. Wann möchte dein Körper Luft holen und wie tief? An welcher Stelle während einer Übung möchte dein Körper ein- bzw. ausatmen? Bei vielen Menschen kann man beobachten, dass sie die Luft anhalten bei Belastung. Das verringert die Leistungsfähigkeit natürlich enorm. Das langsame und bewusste Ausatmen hat für gewöhnlich einen entspannenden, erleichternden Effekt auf Körper und Psyche. Jedoch  kommt das Ausatmen auch meist in Anstrengungs-Phasen zum Vorschein, beispielsweise bei Kraft- oder Dehnübungen. Im Kung-Fu wird das beschrieben als: "Sich in die Anstrengung hinein entspannen". Das klingt paradox, doch wenn du während des Trainings auf dein instinktives Atmungsverhalten achtest, merkst du, dass dein Körper von alleine genau so arbeitet. Wann und wie du atmest, solltest du nicht mit deinem bewussten Verstand entscheiden. Die Intelligenz liegt hier darin, den Körper machen zu lassen. Auch hier bedienen wir uns an der impliziten Weisheit des Körpers.

Leistung ohne erschöpfte Muskeln

Da du bei freier Bewegung nie die gleiche Bewegung zweimal identisch ausführst, teilen sich alle Muskeln die Arbeit und keiner wird überbelastet. Dein Körper wird dir zu spüren geben, welche Bewegung er sucht oder vermeiden möchte. Du spürst das als Lust oder Unlust, dich in eine bestimmte Richtung zu bewegen. Gerade bei komplexen Bewegungen, bei denen viele Muskeln beteiligt sind, gibt es immer einen "Flaschenhals". Das ist quasi der untrainierteste Muskel im System. Ich merke das bei Klimmzügen. Ich muss die Übung abbrechen, nicht weil der Rücken, den ich trainieren will schlapp macht, sondern weil meine Hände mich nicht mehr an der Stange halten können. Für Klimmzüge sind meine Unterarme der "Flaschenhals". Bewegst du dich frei in deinem Flow, dann führt dich deine Intuition am Flaschenhals vorbei. Du trainierst benachbarte Muskeln und kannst länger Leistung erbringen ohne müde zu werden.

Die Musik

Ich spiele für unsere Movement Session vorzugsweise Deep House. Ungefähr in der Art:

Lust auf mehr Musik? Hier ist eine Liste der Tracks, nach denen ich am Ende des Workshops am häufigsten nach deren Titel gefragt werde.

Wie ich zur Bewegung kam

Im Jahr 2000 fing ich an Breakdance zu machen. Ich war damals 16 Jahre alt. Die ersten Jahre habe ich mich in den akrobatischen Elementen (sog. Powermoves) geübt. Ich lernte mit Schwung und Drehbewegungen umzugehen.

Dauerhaft hatte mich jedoch das Tanzen am meisten interessiert, weil es mir ein unglaubliches Körpergefühl gab. Ich ging deshalb nach Berlin, um mich dem Tanz zu widmen. Weil ich es wirklich begreifen wollte, studierte ich Bewegung an sich und suchte dessen Essenz. Der zeitgenössische Tanz und Feldenkrais haben meinen Weg am stärksten beeinflusst. Ich lernte das viel Bewegung von innen heraus als Instinkt und Intuition zu einem kommt. 

Ich schulte meine Aufmerksamkeit und lernte die Signale aus meinem Körper, selbst in den verstecktesten Winkeln im inneren meines Körper wahrzunehmen. Dieser Weg führte mich ohne das ich es je beabsichtigt hatte zu den Essenzen des Yoga, Chi Gong und des Kung-Fu.

Heute bin ich in verschiedenen Kontexten tätig. Ich gebe Workshops zum Thema Bewusstsein und Bewegung oder bin als Performer im Bereich Physical Theatre auf der Bühne.  Eine Theaterrezension schrieb mal über mich:

"Frank Döllinger fällt als der Souveränste auf [...]. Sie [seine Bewegungen] künden von einer Tanzlust, in der die riesige Frage nach gleich oder anders einfach verdampft."

Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Was ich noch alles gemacht habe steht in meiner Vita.

Der Veranstaltungsort

http://www.crossfitvirage.com/

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wo genau?

Wichtige Hinweise zum Workshop

Flow Movement ist gesunde Bewegung mit dem eigenen Körpergewicht. Trotzdem ist Flow Movement sehr anstrengend, weil du viele Muskeln verwenden wirst, die du vorher nicht angesprochen hast und deshalb wahrscheinlich noch relativ schwach sind. Du solltest grundsätzlich schon etwas sportlicher sein und gut Puste haben. Du solltest ein Mensch mit Ehrgeiz sein. Geh‘ davon aus, dass du nach dem Workshop Muskelkater haben wirst an Stellen, wo du es noch nie gehabt hast.

Trage Kleidung in der du dich frei bewegen kannst. Achte auf Knöpfe und Reißverschlüsse. Sie sollte dich auch warm halten. Lege zu Beginn auch alle Accessoires ab, wie Brillen, Ketten und Ringe. Offene Haare beim Tanzen sind Geschmackssache. Besser ist die Verwendung eines Haargummis. Saubere Sportschuhe sind gut. Bringe ausreichend Wasser zum Trinken mit.

Ticketreservierung
Ganz oben.

Kontakt

Für eventuelle Rückfragen kontaktiere mich einfach hier

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.