Dem eigenen Herzen dienen

Demut

Das Bedürfnis einem höheren Zweck zu dienen ist ein ganz fundamentales Bedürfnis des Menschen. Zusammenhang mit der Erfahrung: „Leben ist leiden.“ – wie Buddha es formulierte, macht es Sinn. Ohne einem höheren Zweck zu dienen, wäre das viele Leid, welches ein Mensch im Laufe seines Lebens erfährt, für nichts.

Die Tatsache, dass jeder sterben muss, erübrigt die Frage, ob ein Mensch sein Leben für etwas geben möchte oder nicht. Er muss sein Leben so oder so geben.

Eine Definition von Demut: „Bereitschaft zum Dienen.“

Selbstopferung ist der Sinn

Symbolisch betrachtet, ist die Lebenszeit ist nichts weiter als die Chance, einen bereits gezahlten Gutschein für etwas einzulösen. Sein eigenes Leben opfern für etwas, dass man selbst als erstrebenswert und ehrbar erachtet – darum geht es.

Es ist geht darum, für etwas zu Leben und sich für etwas aufzuopfern.

Was ist ein ehrwürdiges Ziel?

Das Ziel ist die Liebe. Sie ist das Navigationsgerät in unserer Brust. Die Liebe gibt uns „Anweisungen“ welcher der nächste Schritt in unserem Leben ist. ist oft spürbar als ein nicht zu erklärendes, grundlos-irrationales Gefühl sich auf etwas zu oder von etwas weg zu bewegen.

Die Antwort ist jedoch kein Konzept, wie: „Die dem Helfen der Armen und Schwachen.“, wenn nicht ein authentisches Herzensinteresse an solchen „guten“ Taten besteht.

Der Tod des Egos

Jeder weiß wie schwer es sein kann, nach einem heftigen Streit mit einem Menschen, wieder aufeinander zuzugehen. Dafür muss man oft „tausend tode“ sterben. Das ist die „Schlacht“ in unserem inneren. Der Tod des Egos.

Die Heldentat an sich selbst

Jeder trägt seine übermächtigen Gegner in sich.

Die Kruste eines zu tiefst verletzten Herzens aufzubrechen, nach vielen Jahren der Verschlossenheit und mit dem vollen Bewusstsein, dass mit einem offenen Herzen wieder die Gefahr bestehst verletzt zu werden, dass ist schwer. Das ist wahrlich eine Heldentat.

Wer nach vielen Jahren Drogenabhängigkeit mit eisernem Willen das einen Entzug erfolgreich durchlebt, der ist ein Held.

Wer dem Herzen folgt, der dient ihm. Es ist der Dienst am eigenen Herzen. Und dieser Dienst ist ein wahres Opfer, denn das Herz lehrt Demut. Wer den Weg des Herzens geht, der wird Freude erleben aber auch viel Leiden. Liebe ist Leidenschaft, die Leiden schafft.

Das Jesusherz und der Dornenkranz

Der Weg des Herzens führt oft in die Hölle. Es ist ein ständiger Säuberungsprozess. Deshalb wird Jesus so oft mit einem brennenden Herzen in der Brust dargestellt, während er vom Dornenkranz um seinem Kopf gestochen blutet. Oft ist das Herz selbst von einem Dornenkranz umringt, geschnitten und blutet. Jesus steht dafür, der Liebe immer treu zu bleiben, seien die Schmerzen noch so hoch.

Wenn wir uns gegen die Liebe entscheiden

Oft widerspricht der Herzenswunsch der Vernunft. Die Mutter all unserer Ängste ist die Angst vor dem Tod. Das ist der Schlacht in uns, die wir jeden Tag antreten müssen, um eine Entscheidung zu treffen.

Wenn dieser Konflikt zugunsten des Denkens ausgetragen wird, dann siegt die Angst. Sich für die Angst zu entscheiden ist logisch begründbar. Sich für die Liebe zu entscheiden ist ein Ausdruck des Glaubens an die eigenen Unsterblichkeit.

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