Die Angst vor dem Tanzen

Was ist an Hingabe so furchtbar?

Nicht wenige Menschen haben Angst davor zu tanzen. Viele fürchten sich vor der Hingabe. Hingabe bedeutet sich etwas oder jemandem bis hin zur Ich-Vergessenheit zu widmen. Es treten Handlungen und Gefühle auf, die von der Vernunft nicht kontrolliert werden dürfen.

Viele spüren ihren Körper nicht mehr. Das das wurde uns in Schule antrainiert, wo wir gezwungen wurden unseren Bewegungsdrang zu bezwingen, und das reicht bis heute ins Erwachsenenalter, wo wir hauptsächlich unsere Zeit im Sitzen verbringen. Das bedeutet unsere Aufmerksamkeit befindet sich beim Denken. Ab Hals abwärts ist alles etwas fremdes.

Hingabe ist also etwas wie der Tod des Egos. An der Wurzel von der Furcht vor der Hingabe sitzt wie immer die Mutter aller Ängste: die Todesangst.

Oft kommen wir in unserem Leben an einen Punkt, wo wir spüren das wir “am Ende von irgendwas angekommen” sind. Ein Umbruch kündigt sich an und alles ist davor neu arrangiert zu werden. Etwas, dass lange vernachlässigt worden ist, muss der Mensch nun hinzufügen, um weiter gehen zu können. Das sind verdrängte Gefühle, nicht gelebten Sehnsüchte und Herausforderungen denen man immer ausgewichen ist. Das fordert jetzt seinen Platz im Leben.

Hingabe kann eine Kettenreaktion auslösen

Wenn wir uns vor Hingabe fürchten, kann es daran liegen, dass wir in unserer aktuellen Lebenssituation keine Kapazitäten haben, unserem inneren Ruf, unserer Sehnsucht nachzugehen, beispielsweise wegen Karriere und Familie. Denn wer sich einmal Hingegeben hat, der öffnet eine Tür zu seiner inneren Wahrheit. Der hört seine Seele wieder. Der fühlt sich wieder. Wer dieses Gefühl auch nur ein einziges Mal erfährt wird es nie wieder vergessen können. Man will es wiederholen und stärker erleben. Hingabe kann berauschen und man kann danach süchtig werden.

Das ist der Grund warum der Gedanke an Hingabe für viele furchterregend sein kann. Die Hingabe eröffnet einen Raum von ungeahnter Größer mit unabsehbaren Folgen.

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