Gedankennotiz: Schafe und Hirten

Gedankennotiz: keine Rechtschreibung und Grammatik, Beweise, objektivität, struktur… nur eine Notiz

Schafe denken nicht selbst, sie folgen dem Schaf, welches vor ihnen rennt. Sie laufen einfach da hin, wo alle hinlaufen. Sie geben die Entscheidung über ihren Weg ab und damit ihre Macht. Schafe sind nicht selbstermächtigte Wesen. Der Hirte lenkt die Schafherde mit seinen Hirtenhunden. Der Hirte entscheidet und trägt die Verantwortung. Der Hirte hat die Macht über die Schafe.

Jemand hat mal gesagt: Es braucht 5% einer Menge, die den Weg vorgibt, 95% folgen ohne zu denken. Es reicht ein Vorbild mit Wirkung.

Wer ist denn nun der, der den Weg vorgibt? In dem Film Matrix geht Neo zum Orakel und fragt, ob er der Auserwählte ist? Das Orakel schaut ihn skeptisch an und sagt, er sei es wohl nicht. Im Laufe der Trillogie stellt sich heraus, dass es Neos eigene Entscheidung ist, ob er der Auserwählte ist oder nicht. Das ist Selbstermächtigung.

Eine Entscheidung ist eine Festlegung, eine Positionierung, eine Festsetzung, eine Satzung. Man sucht sich einen Standpunkt und „setzt“ sich drauf. Damit ist eine Entscheidung auch eine Form von Besitz. Wer sich Entscheidet wird damit zum Orientierungspunkt, zum Fixpunkt, zum Fixpunkt, zum Stern, zum Star, zum Guru.

Das bedeutet noch nicht, dass der Selbstermächtigte auch noch Follower, Anhänger hat. Wenn das Guru-Schüler-Spiel beginnt, dann ist das nochmal eine ganz eigene Geschichte.

Gedankennotiz: Alte Rollenbilder und Anima

Gedankennotiz: Keine Rechtschreibung, Keine Grammatik, Keine Belege, Keine Objektivität, etc…

Prinzipien der inneren Struktur des Menschen

In jedem Mann und in jeder Frau wirken die „Anima“, die weibliche Essenz, und „Animus“, die männliche Essenz. Nur wenn beide in der Persönlichkeit eines Menschen integriert sind, kann der Mensch eine „Rolle“ im Leben finden, die zu ihm passt. Lust, Sexualität, Zorn und Wut sind Wesenzüge der Anima.

Alte stark vereinfachte Rollenbilder Mann Frau, tendenzielle Betrachtung

Männer

Selten väterliche Vorbilder. Mutter: „Sei nicht wie dein Vater.“. Kriegsmaschiene 2. WK: Hart wie Kruppstahl, Zäh wie Leder, Flink wie Windhunde, Keine Hingabe, Keine Wahrnehmung und Ausdruck eigener Bedürfnisse, Unterdrückte Sexualität, Mutterproblem (Keine Nähe aufbauen können), Hüfte Steif, Weglaufen, Abenteuer, Geld verdienen, „Selbstverwirklichung“, Karriere, Leistung, Angst vor Bindung, weil Angst vor dem Verlassen werden, Unvebindlich (Ökonomisch Frei, Oft keine Vater-Kind beziehung wie Mutter-Kind, einfach abhauen), Schuldgefühl und Scham, Sich „gnade“ der Außenwelt erkaufen. Beispiel: Kind und Vater geraten in Auseinandesetzung, da Vater stärker ist, wird das Kind der Leidtragende, auch wenn Vater ungerecht gehandelt hat. Kind zu tiefst verletzt, Vater hat sich der auseinandersettung nicht gestellt, Vater subtiles schuldgefühl, versucht sich die Gunst des Kindes später mit anderen Mittel zurück zu kaufen, inneres rechtsempfinden des Kindes wird sukzessivre verstümmelt. Abgetrennt von Anima, entscheidungen werden überwiegend aus dem Kopf getroffen.

Suchen sich kleine schwache Frauen, die sie kontrollieren können, die scheinbar „unter“ ihnen stehen, über die sie Macht haben, unterdrückung von Selbsterkenntnis gespielgelt am Partner, durch „freikaufen“ (finanzielle abhängigkeit der Frau gegenüber dem Mann), physische Gewalt, Lautere Stimme. Ausdruck, dass die Männer einen inneren charakterlichen Schwachpunkt besitzen (verletzung am Herzen und Selbstwertgefühl). Angst vor starken Frauen. Wenn Frau „gefährlich“ aufsteigt, dann ünterdrückung und erniedrigung um Machtverhältnis zugunsten des Mannes wieder herzustellen.

Frauen

Zuhause, Kochen, Dem Mann dienen, Keine Stimme, Kein Wahlrecht, ohne Mann in Gesellschaft geächtet, „nichts“ können müssen außer Haushalt und Mutter sein, Mann suchen, der Familie versorgt, Mutter kontrolliert Kinder mit Liebesentzug als Druckmittel, Brav sein, nicht wütend sein, keine Kraftausdrücke verwenden, Lächeln, Dienlichsein, für andere da sein, Stellung halten, die Familie zusammen halten, Lügen Ertragen, negative Emotionen runterschlucken, dem Mann den Rücken frei halten, Wut und Agression gegen sich selbst statt an den eigentlichen Adressaten gewendet. Trägt alle Verbindlichkeiten (Familie, Mutter-Kind, etc) Angst vor Freiheit und Unabhängigkeit.

Veränderungen heute

Männer

Müde vom Kämpfen, Herz verkapselt, Sehnsucht nach Geborgenheit, Mut erwacht zur selbsterkenntnis. Mut zur integration der „Anima“. Mut falschen Stolz loszulassen, Mut zum Ego-Tod, einsicht zur fehlbarkeit.

Frauen

Hat glitten, getragen und ertragen und dadurch innere Sträke gewonnen, Mut zur integration der „Anima“, Sehnsucht nach Freiheit, Selbst ausdruck, Sexualität, Tanzen, Frau erkennt Lügen und duldet sie nicht mehr.

Meine Hypothese der Zukunft

Mann kann sich mit einer Frau nur dann wirklich verbinden, wenn er sich in ihr wiedererkennt und umgekehrt. Er darf seine „Anima“ erkennen, um die „Anima“ in ihr zu erkennen und umgekehrt. Durch erkennen der Anima wird auch erst der „Animus“ erkennbar. Ohne erkennen der „Anima“ ist wenig selbsterkenntnis möglich. Das gesamte Selbst wird damit zum Schatten und die Identifikation mit dem „Ego“ bleibt übrig.

Aktivierung und integration der Anima

Tanzen, Hüfte bewegen, Scham durchbrechen, Lieben, durch Liebe verwundbar werden, nähe Aushalten, wenn die Knöpfe gedrückt werden, Sexualität leben

Gedankennotiz: Perspektivwechsel

Die Struktur verändert sich nie, nur der Blickwinkel darauf. Zu jeder Perspektive gibt es etwas schönes in mir.

Das Schöne ist keine Idee oder Vorstellung, es ist die Wahrnehmung eines subtilen Lebensgefühls, welches immer vorhanden ist. Es ist zart und wahrnehmbar. Wenn ich mich frei mache von Gedanken, dann merke ich, dass ich mich selbst im Grunde mag, so wie damals, als ich ein Kind war, bevor ich „gelernt“ habe, dass ich nicht richtig bin.

Es sind die Gedanken und falschen Selbtidentifikationen, die mir die Sicht auf mich und mein Leben versperren.

Ich erinnere mich für kurze Momente daran, wie es für mich war, als Kind etwas zu betrachten, ohne etwas darüber zu wissen. Das Nicht-Wissen, ist der Weg zu unschuld und damit fällt die Last ab. Dann verliert das Leben seine bedrohlichkeit und das in ihr verborgene Wunder wird wieder „sichtbar“.

Langsam beginne ich zubegreifen, was ich schon lange in der theorie weiß.

Ich will doch mein Leben mögen. Ich will doch sehen, das ich ein gutes Leben habe. Das ist nicht davon abhängig wie mein Leben außen ist. Das ist abhängig von meiner Fähigkeit es zu mögen. Ich darf es mögen. Wie kommt der Glaube in meinen Kopf, dass ich mein Leben nicht mögen darf? Wie kam das überhaupt da rein?

Der große Schritte war der, dass ich aufhören durfte, vor meinen Leben Angst zu haben. Das klingt lächerlich, aber bei genauerer Betrachtung haben wir alle Angst vor unserem Leben. Wie haben Angst vor dem Hier und Jetzt. Wir wollen weg, woanders hin, in eine andere Zeit, in eine andere Welt, in ein anders Leben, nur eines wollen wir nicht: das was ist.

Warum ist das so? Es ist die Furcht vor dem Tod. Denn der könnte uns ja völlig unvorbereitet überraschen. Wenn nur das Hier und Jetzt existiert, wo anders als im Hier und Jetzt würde uns der Tod dann ereilen?

Es klingt paradox, aber wir leben in einer sowohl-als-auch realität. Nicht in einer entweder-oder. Darüber habe ich sehr oft nachgedacht und es ist in vielen Sachen für mich nachvollziehbar und auch beobachtbar, aber bei Leben und Tod ist es für mich kaum vorstellbar. Wenn ich nur im Hier und Jetzt lebe, dann kann ich nur im Hier und Jetzt sterben. Das bedeutet: Leben und Sterben ereignen sich demnach zeitgleich. Der Augenblickt ist also sowohl Leben als auch Sterben.

Was ist dann Geburt und Tod? Sind sie eins? Es kann sein.

Es klingt so irre, aber es war so. Ich durfte die Todesangst überwinden, um nach so vielen Jahren der Suche nach dem Glück, endlich mal das Sitzen auf einer Parkbank genießen zu dürfen.

Die Quarantäne aufgrund der Corona-Krise hat es mir ermöglicht etwas sehr wertvolles wiederzugwinnen. Etwas auf das ich mich ohne die strickten Maßnahmen nicht eingelassen hätte. Ich bin sehr froh diese Erfahrung gemacht zu haben.

Wie geht tanzen

Sprich‘ zu deinem Körper: „Nicht mein Wille, sondern dein Wille gesche.“

Folge dem Pfad des größtmöglichen Genusses. Bewege dich so, wie du fühlst, nicht wie du denkst.

  • Spüre in deinen Körper und fühle wie er sich bewegen möchte.
  • Bewege dich so, wie du fühlst, nicht wie du denkst.
  • Dein Körper wird dich Genuss empfinden lassen, wenn du richtig liegst. Wenn du die Verbindung zu deinem Körper verlierst, spürst du nichts.
  • Sollte sich spontan eine neue Bewegung melden, die noch größeren Genuss verspricht, dann lass ab vom alten Weg und gehe sofort der neuen Bewegug nach.
  • Achte darauf, dass die Bewegung nicht durch Angst beeinflusst wird. (bsp.: eine Bewegung zögerlich ausführen)
  • Achte darauf, dass Angst nicht als Genuss in Erscheinung tritt. (bsp.: sich Verstecken)

Bewege dich entsprechend deiner Möglichkeiten immer auf deine bestmögliche Weise

  • Nutze alle deine Fähigkeiten, Vorstellungskräfte und Talente, um die Bewegung auszuführen
  • Gib bei jeder Bewegung dein Allerbestes. Das Resultat ist bedutungslos.
  • Wenn sich zwei Bewegungspfade gleichzeitig offenbaren, wähle beliebig und beobachte, ob sich Pfad als fruchtbar erweist.
  • Folge einem Bewegunspfad bis es nicht mehr weiter geht.
  • Wenn du am Ende eines Weges angekommen bist, wähle die nächste Bewegung, die den größtmöglichen Genuss verspricht.
  • Sei sensibel dafür, wahrzunehmen, dass ein Weg zuende ist, um einen neuen zu Wählen.
  • Körperliche Einschränkungen, Moral, gesetzliche Grenzen und ethische Standards sind Indikatoren dafür, ob ein Weg zuende ist oder nicht.

Führe eine Bewegung aus mit absolut keiner Erwartung an das Resultat

  • Verstehe, dass jede Erwartung an ein bestimmtes Resultat möglicherweise ein besseres Resultat behindert.
  • Eine Bewegung, muss nicht gleich die Zielbewegung sein. Sie kann eine Vorbereitung sein, dich in eine Haltung zu führen, von der die eigentliche Bewegung ausgeführt werden kann.

Das befolgen der oben genannten Regeln liefert augenblicklich jede Information und Energie, um

  • aus der gesamten Fülle möglicher Bewegungen zu schöpfen ohne sie zu kennen zu müssen.
  • ohne Erschöpfung für lange Zeit den Fokus und ein hohes Leistungsniveau zu halten.
  • Timing, Form und Intensität der Gesamtheit aller Bewegungen in eine harmonische Komposition zu bringen.
  • den gesamten Bewegungsablauf dem Pfad des geringsten Widerstands folgen zu lassen.
  • den Tanz zum Spiegel deiner Innenwelt werden zu lassen.
  • deine Blockaden, Hemmungen und Ängste erkennbar werden zu lassen.
  • alle anderen Wege des Ausdrucks des Genusses (Stimme, Malen, Sexualität, Stille, etc.) freizuschalten.
  • alles zu erfahren, was es über das Tanzen zu erfahren gibt.

Auf diesem Pfad wird Bemühung nie zunichte und es gibt kein Misslingen.

Gedankennotiz: Geschäft ist nicht Liebe

Wir stecken uns selbst beim Fahrradfahren einen Stock in die Vorderradspeichen und ärgern uns dann darüber, dass wir vom Fahrrad geflogen sind.

Wir denken: „Ich möchte eine Beziehung, die mich nährt und die mir guttut. Eine Beziehung, die mich krank und schwach macht, möchte ich nicht.“ Das bedeutet nichts anderes als: Die Beziehung soll für uns ein profitables Geschäft sein. Andernfalls lohnt es sich besser alleine weiterzugehen. Es ist also keine bedingungslose Beziehung. Die Beziehung ist an Bedingungen geknüpft. Es ist eine Geschäftsbeziehung mit der Absicht der Profitmaximierung. Das ist verständlich, hat aber einen Haken: Wir suchen gleichzeitig die Liebe in einer solchen Beziehung.

Liebe ist aber etwas Absolutes, nichts Relatives und nur echt, wenn sie bedingungslos ist. Das heißt: Ein Mensch liebt einen anderen, so wie er ist mit seinen Stärken und Schwächen. Die Liebe ist konditional, wenn ein Mensch einen anderen nur liebt, wenn der andere sich entsprechend seiner eigenen, ständig ändernden Präferenzen verhält. Hier kann „Liebe“ durch Liebesentzug zum Foltermittel missbraucht werden und ist damit nur ein als Liebe getarntes Tauschgeschäft, dass Liebe verspricht, aber nie gibt.

Unser Herz sehnt sich nach der echten, bedingungslosen Liebe. Das ist der Grund warum wir uns innerlich nach einem „Zuhause“ sehnen. Wir wollen unsere Daseinsberechtigung nicht immerzu verdienen müssen. Einfach mal sein dürfen, egal ob stark oder schwach, und trotzdem geliebt sein.

Und hier ist der Knoten: Wir suchen etwas Bedingungsloses in etwas bedingtem. Wir suchen Liebe in einer Geschäftsbeziehung. Wir wollen bedingungslos angenommen werden, aber sind nicht bereit bedingungslos anzunehmen. Wir wollen etwas bekommen, was wir selbst nicht geben wollen. Wir lügen uns selbst an, da wir vergessen, dass wir selbst hin und wieder ein Minusgeschäft sind für den anderen.

Da wir in einem holografischen Universum leben ernten wir nur was wir sähen und alles und jeder ist ein Spiegel. Lehnen wir jemanden ab, wenn er uns als Minusgeschäft erscheint, bedeutet das nichts anderes, als dass wir uns selbst ablehnen, wenn wir nicht unseren eigenen Erwartungen entsprechen.

Wenn wir also glauben, wir würden Liebe in einer Beziehung finden, die wir nur unter bestimmten Bedingungen eingehen, dann glauben wir an eine Lüge. Wir laufen einer Fata-Morgana hinterher.

Gedankennotiz: Kinder des Zorns

Wir Kinder des Zorns sind nichts als mit unserem Herzen verbunden.
Wir haben einen Sinn für Gerechtigkeit und unser Herz duldet keine Falschheit.
Wir empören uns darüber und sind bereit für die Wahrheit in den Krieg zu ziehen.
Wir können den Weg des Herzens vom Weg der Angst unterscheiden.
Sie sagen wir seinen Streitsüchtig, dabei sind wir nur um Klärung bemüht.
Wir können die Lüge von der Wahrheit und Mut von Angst unterscheiden.
Wir begehen keinen Verrat an unserem Herzen koste es was es wolle!
Wir sind bereit das Feuer eines brennenden Herzens walten zu lassen
und alles, auch uns selbst, in Schutt und Asche zu verwandeln, wenn es denn sein muss.
Jeder Versuch uns den Zorn zu verbieten, führt nur dazu,
dass wir all unser Geschick darauf anwenden, andere Wege zu finden,
euch das Feuer trotzdem zu bringen.
Denn wir sind beauftragt damit die Welt von der Lüge zu reinigen.
Wir sind eure Narren, eure Clowns und eure bitteren Pillen.
Doch wer kann uns Kinder des Zorns halten?
Niemand kann uns halten wenn wir brennen,
der selbst nicht mit sich im Reinen ist.
Tief in uns wissend, die Seele ist unsterblich, haben wir keine Todesangst.
Niemand kann uns halten,
denn wir würden jedem seinen Verrat am eigenen Herzen spiegeln,
würden sie sich von uns im Herzen berühren lassen,
und das wollen sie nicht. Sie lassen sich nicht berühren.
Sie würden vor einem Kind des Zorns demütig werden müssen.
Darauf lassen sich Erwachsene, insbesondere Lehrer und Väter, nicht ein.
Dann schicken sie uns Kinder des Zorns fort.
Sie erzählen uns: „Ihr seid hier nicht richtig.“

Verweise-Ohm-Gymnasium-1998

Verweise-Realschule-Werner-von-Siemens-1998-2

Doch sie schicken nichts anders fort, als ihr eigenes Herz,
dass sie selbst längst verlassen haben.
Die feigen Lügner wollen Frieden ohne Auseinandersetzung,
im Irrglauben, das eine gäbe es ohne das andere.
Sie wollen rein sein, aber sind zu feige
sich dem schmerzhaften Prozess der Läuterung zu stellen.
Sie fürchten ihr Herz, denn sie haben sich des Verrates vor ihrem Schuldig gemacht.
Darum flüchten Sie in eine kalte Traumwelt aus nichts als Illusion, denn sie ahnen,
dass vor der Heimkehr der Verrat mit Schmerzen abgebüßt werden muss.
Mit offenen Augen gehen sie dann durch die Welt und sehen nichts mehr.
Sie sind lebende Tote. Ohne Herz sind sie lebende Tote.
Sie nehmen Gift zu sich und versuchen sich mit Lärm und Spielen abzulenken,
im Irrglauben sie könnten ihrem Tag des jüngsten Gerichts entkommen,
der Tag an dem sie der Tod dazu zwingt ihr Herz noch einmal fühlen.
Ein Kind des Zorns halten, kann nur wer stets den Weg seines Herzens gegangen ist,
wer den heiligen Schutzraum seines Herzens betreten kann,
der bleibt unberührt vor den Flammen.
Sie sagen uns wir hätten uns nicht unter Kontrolle.
Dabei fürchten sie sich nur vor unserer Gabe uns der Wahrheit zu stellen
und sie durch uns wirken zu lassen, weil sie diese Gabe nicht haben.

Gedankennotiz: Ich bin blind

Ich sehe: Alle Menschen um mich herum sind blind. Ich bin der einzige, der es richtig macht.

Das kann ich sehen und ich weiß, es ist nicht wahr.

Einen Tag zu erleben ist ein Wunder. Atmen ist ein Wunder. Sehen ist ein Wunder. Einen Körper zu haben ist ein Wunder.

Ich weiß es ist wahr, aber ich kann es nicht sehen.

Ich sehe was nicht wahr ist aber sehe nicht was wahr ist.

Wieso ist das so? Würde ich die Wahrheit denn nicht ertragen?

Vielleicht weil sie so unglaublich schön und grausam zugleich ist?

Könnte ich die Spannung dieser Polarität nicht ertragen?

Wo sind meine Augen?

Gedankennotiz: Liebe ist Reinigung

Wir glauben: Liebe ist etwas Schönes. Wenn Menschen sich lieben, dann geben sie sich einander ein gutes Gefühl. Die Liebe basiert auf gegenseitiger Wertschätzung und Aufmerksamkeit. Das stimmt halbwegs. Liebe ist vor allem Erkenntnis. Erkenntnis des Selbst im Anderen. Das setzt Selbstkenntnis voraus und die ist meistens ohne ein jahrzehntelanges Bemühen um Selbstreflexion nicht gegeben. Da wo Selbstkenntnis fehlt, führt Liebe früher oder später in die Hölle.

Liebe reinigt von Unaufmerksamkeit, Unkenntnis und Täuschung. So eine Reinigung kann sehr schmerzhaft sein, weshalb die Liebe auch von vielen Gefürchtet wird.

Liebe ist jenseits der Dualität

Liebe ist weder gut noch böse, weder schön noch hässlich. Liebe ist außerhalb der Dualität. Liebe ist weder-noch und sowohl-als-auch. Liebe ist einfach nur „wahr“. Was Wahrheit ist, dass (finde ich) hat indische Spiritualität fast bis auf den Punkt gebracht.

Von allen Lektüren, die ich zum Zwecke der (Selbst-)Erkenntnis jemals in meinem Leben gelesen habe, waren es die 5000 Jahre alten „Upanischaden“, bei denen mir ein „Licht“ auf ging. (Sehr) vereinfacht ausgedrückt steht in den Upanischaden: Das punktförmige Ding, dass hinter deinen Augen sitzt und das Treiben der Welt durch deine Augen beobachtet, das ist dein wahres Selbst. Das, was du über dich selbst denkst, das bist du nicht.

Jeder Mensch trägt das volle Spektrum menschlicher Eigenschaften in sich. Jeder Mensch trägt das Potenzial zum Adolf Hitler und zur Mutter Theresa in sich. Die Frage ist nur, welche Qualitäten lebt ein Mensch aus. Vieles was wir Leben ist Situationsabhängig. Aus reiner Furcht können die liebevollsten Menschen zu den grauenhaftesten Handlungen fähig werden. Das an sich selbst erkannt zu haben, ist Selbsterkenntnis.

Wer sich für den Pfad der Liebe entscheidet, wird gereinigt von den Lügen, die er über sich und die Welt glaubt.

Fehlerhafte Gedankenmuster und falsche Glaubenssätze äußern sich als Ablehnung – Ablehnung von sich selbst und von anderen. Wenn man seinen Weg alleine geht, kann man Wege finden, seine Stärken zu leben und seine Schwächen nicht wirksam werden zu lassen. Was man nicht mag, dem geht man aus dem Weg. In einer Beziehung, sei es zu einer anderen Person, zu sich selbst oder zur Welt, wird das gesamte Spektrum des gedachten und geglaubten Selbstbildes sichtbar. Ausweichen ist in einer Beziehung nicht möglich.

Es gibt menschliche Eigenschaften, die wir Ablehnen: Dummheit, Faulheit, Zorn, etc. Es ist uns zuwider zuerkennen, dass wir sie alle in uns tragen. Unser Selbstbild ist deshalb nicht vollständig oder einfach „geschönt“ – es ist nicht „wahr.“ Jeder kennt einen Menschen, der sich selbst für herzlichsten und schlausten Menschen hält, aber nicht sieht, wie skrupellos und dumm er sich oft verhalt. Genauso wenig wollen wir erkennen, wie oft wir selbst genau dieser dumme Mensch sind. Das Gleiche gilt auch umgekehrt. Wenn wir in Ehrfurcht vor der Großartigkeit eines Menschen ein Gefühl von Minderwertigkeit bekommen, dann nur, weil wir unsere eigene Großartigkeit nicht erkannt haben.

Liebe ist Selbsterkenntnis und die ist ein schmerzhafter Prozess, weil dafür immer wieder ein unvollständiges Selbst-/Weltbild zusammen brechen und korrigiert aufgebaut werden muss.

Ignoranz ist Betäubung

Oft fehlen die Kapazitäten, um den schweren Prozess der Selbsterkenntnis durchzustehen. Dann wird meistens die Kraft der Ignoranz angewendet, sodass man zwar physisch noch in Reichweite, aber innerlich voneinander getrennt ist. Es gibt Situationen, da ist Ignoranz das einzige zur Verfügung stehende Mittel, um äußerlich Ruhe zu bewahren. Ignoranz ist das absichtliche nicht zur Kenntnis nehmen von etwas oder jemandem und es macht auf Dauer krank. Selbsterkenntnis – sich selbst im anderen erkennen – wäre da die wahre Lösung.

In einer Paarbeziehung kommt es auf die Bereitschaft zur Selbsterkenntnis beider Seiten an. Wenn sich auch nur einer der beiden Parteien dazu entscheidet, sich zu einem bestimmten Thema ignorant zu verhalten, dann ist ein gemeinsames Fortkommen an diesem Punkt nicht möglich. Bezüglich dieses Themas bleibt das Paar getrennt. Der gleiche Prozess findet auch innerhalb einer Person statt. Man will etwas nicht an sich wahrhaben und igoriert es. Man spaltet sich innerlich.

Wie mit allen Betäubungsmitteln besteht bei der Ignoranz die Gefahr der Versuchung. Wenn man es einmal zulässt, ist es wahrscheinlich es weitere Male zuzulassen. Ohne das man es bemerkt, akkumuliert sich alles was ignoriert wird, bis man irgendwann im Grunde gar keinen echten Kontakt mehr zu dem anderen Menschen oder zu sich selbst hat.

Übersteigt die Ignoranz ein gewisses Niveau, dann muss nachgeholfen werden. Der Berg an all dem, was man nicht lieben möchte oder kann, ist so groß geworden, dass neue Strategien angewendet werden müssen, um sich nicht damit auseinander setzen zu müssen.

Dann muss man die Betäubung verstärken mit Rauschmitteln wie Alkohol, Marihuana, Schmerztabletten, Antidepressiva, etc. Man kann sich auch ins zwanghafte Tun flüchten, wie Putzen, Trainieren oder Computer Spiele spielen.

Gedankennotiz: Mut, Hingabe und Angst

Wer sich einmal Hingegeben hat, der öffnet den Kanal zu seiner inneren Wahrheit. Der hört sich wieder. Der fühlt sich wieder. Wer dieses Gefühl auch nur ein einziges Mal erfährt wird es nie wieder vergessen können. Fortan wird dieser Mensch Wahrheit von Lüge unterscheiden können.

Der Großteil der Menschen, die zu mir kommen, für die ist das mit der Hingabe keine unüberwindbare Hürde. Manche brauchen bisschen länger, manche sind schon nach den ersten fünf Minuten der Aufwärmübung irgendwo im Nirvana unterwegs und sie haben es am liebsten, wenn ich einfach meine Klappe halte, gute Musik auflege und sie machen lasse. Aber für diesen Artikel habe ich mir Mal Gedanken um die Angst vor der Hingabe gemacht.

Denn nicht wenige Menschen haben Angst davor zu mir in den Workshop zu kommen. Für mich war das immer nicht begreiflich, aber jetzt glaube ich zu verstehen warum: Sie ahnen, dass es in meinem Workshop vor allem um eins geht: Hingabe. Und davor fürchten sie sich.

Was könnte an Hingabe abstoßend sein?

Hingabe klingt erst mal nicht besonders spektakulär, aber das ist es. Hingabe bedeutet sich etwas oder jemandem bis hin zur Ich-Vergessenheit zu widmen. Es treten Handlungen und Gefühle auf, die von der Vernunft nicht kontrolliert werden sollen oder können. Das ist die fundamentale geistige Haltung auf der meine Arbeit basiert.

Das Problem ist Folgendes: Wir sind von unserem Körper abgetrennt. Das begann unter anderem in der Schule, wo wir gezwungen wurden unseren Bewegungsdrang zu bezwingen und das reicht bis heute ins Erwachsenenalter, wo wir hauptsächlich unsere Zeit im Sitzen verbringen. Das bedeutet unsere Aufmerksamkeit befindet sich nur im Kopf. Wir sind nicht im Herzen. Ab Hals abwärts ist alles ein Fremdkörper.

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Wenn wir immer nur im Kopf sind, dann ist all unsere Lebensenergie im Denken. Wir kennen keine andere Realität als die Gedachte oder die durchs Denken begreifbare. Unser Leben findet in Gedanken statt. Wir glauben wir sind unsere Gedanken. Wir identifizieren uns mit dem, was wir über uns denken. Viele von uns können gar nichts mehr fühlen. Descartes hat gesagt: „Ich denke, also bin ich.“ Hätte er mal mehr getanzt, dann würde er sagen können: „Ich fühle, also bin ich.“ Wer meditiert, der weiß, dass weder Fühlen noch Denken notwendig sind, um zu sein: „Auch ohne Denken und Fühlen bin ich.“

Die Konsequenz für uns ist daraus, dass wir glauben, wir hörten auf zu existieren, wenn wir nicht denken.

Hingabe ist also für den unwissenden Geist der Tod des „Ich“. An der Wurzel der Furcht vor der Hingabe sitzt wie immer die Mutter aller Ängste: die Todesangst.

Manchmal kommen Menschen zu mir die irgendwie (so sagen sie es selbt) „am Ende von irgendwas angekommen“ sind. Sie sagen, sie befinden sich einer großen Umbruchsphase in ihrem Leben. Eine Phase in der alles neu Arrangiert wird und sie spüren, dass sie ihrem neuen Leben etwas hinzufügen wollen, was sie tief in ihrem Inneren vergraben haben. Sie sind müde, das was im „Schattenraum“ gefangen gehalten wird und immer heftiger „von unten“ ins Bewusstsein drängt weiterhin unter kontrolle halten zu müssen. Das, was da von unten an die Tür klopft, sind sie selbst. Das sind all ihre verdrängten Gefühle, alle nicht gelebten Sehnsüchte, alle nicht gelebten Talente und Charakterzüge. Alles was gelebt werden wollte, aber nicht durfte. Es ist diese Hingabe, das Fühlen, das Herz, die Leidenschaft, die Ekstase, das was die Seele der Menschen heutzutage sich ersehnt. Und die soll ab jetzt einen Platz in ihrem Leben haben.

Viele von uns suchen ihr Herz draußen in der Welt und nicht in der Brust. Das ist ein Grund für den starken Drogenkonsum und für jede Art von obsessivem Verhalten, die zum Rausch führt, welches wir überall sehen. Wir suchen die Realität außerhalb der Kontrolle unseres Verstandes. „Sucht“ langsam gesprochen hat was mit Suchen zu tun. Was such(t)en wir? Unser Herz. Wo suchen wir? Nicht, da wo es ist. Wir wollen es nicht wirklich finden. Denn da wo das Herz ist, sind leider auch die Schmerzen. Da sind die Drogen ein verführerisch bequemer Ausstieg.

Einige die zu mir kommen wissen, was da in ihnen los ist. Viele haben schon einige Jahre Therapie und Studium der Heilung und Spiritualität hinter sich. Sie wissen alles über das Feuer, aber sie haben noch nie damit gekocht. Der Grund ist eben diese Angst. Und dann sagen sie soetwas wie: „Ich habe Angst mich diesem Gefühl hinzugeben, weil ich nicht weiß was dann passiert.“

Ich kann verstehen, warum die Menschen sich von der Hingabe scheuen: Sie scheuen sich vor den Veränderungen, die sich daraus ergeben werden.

Wer sich einmal Hingegeben hat, der öffnet den Kanal zu seiner inneren Wahrheit. Der hört sich wieder. Der fühlt sich wieder. Wer dieses Gefühl auch nur ein einziges Mal erfährt wird es nie wieder vergessen können. Fortan wird dieser Mensch Wahrheit von Lüge unterscheiden können.

Das kann ein Problem werden, wenn ein Mensch beispielsweise Jahrzehnte seines Lebens die Zähne zusammen gebissen hat, um eine Rolle im Leben zu spielen, die ihm gar nicht gefällt oder nicht zu ihm passt und darauf ein „Gebäude“ errichtet hat: Wir haben jemanden geheiratet, der nicht zu uns passt und mit ihm eine Familie gegründet. Wir leben seit Jahren in Knechtschaft durch einen Kredit für ein Haus und bezahlen den Kredit mit einem Job zurück, den er uns krank macht. Unser soziales Umfeld kauft uns seit Jahren unser gelogenes Lächeln ab. Innerlich sind wir kaputt. Niemand will wirklich wissen, wie es uns geht. Wir haben unser ganzes Leben auf andere gehört und für andere gelebt. Wir sind mitten in diesem „Schauspiel“ und alles wird von dem Schauspiel getragen. Und plötzlich hören wir etwas von „Hingabe“, „Loslassen“, „der inneren Wahrheit“, etc. In einem Bruchteil einer Sekunde kann sich unser Verstand die Kaskade von Konsequenzen ausmalen, die das Konzept der „inneren Wahrheit“ mit sich bringen würde, wenn wir dem nachgehen würden. Der Verstand mag unvorhersehbare Veränderungen nicht, denn er will ja Kontrolle haben. Unser Verstand zieht unsere Aufmerksamkeit von dem Gedanken an die Hingabe weg und richtet es auf etwas anderes. Es verdrängt das Herz und seine Sehnsucht wieder in den Schattenraum – eine jahrelang ausgeübte Praktik.

Wenn wir uns vor Hingabe fürchten, kann es daran liegen, dass wir in unserer aktuellen Situation keine Kapazitäten haben, unserem inneren Ruf, unserer Sehnsucht nachzugehen. Deshalb kommen zu mir oft Menschen, die diese ganze „Show“ schon hinter sich haben oder aus irgendeinem anderen Grund einfach frei sind zu machen worauf sie lust haben. Die sind bereit für Veränderung.

Ich dachte auch immer wir tanzen nur und konnte deshalb nicht verstehen, warum manche Menschen nicht zu mir kommen, obwohl sie es wollen. Jetzt verstehe ich es: Es würde die Perspektive mancher Menschen auf ihr Leben verändern.

Spiritual Healing Body Techno Shamanic Festivals 2020

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