How to act and think like a collective

Speaking

Individual and personal prospects should not be brought up when we discuss something. They should be reserved for personal and private sessions. Don’t loose the topic by bringing your personal issues. What we discuss has to do with the entire thing.

Define the problem and issue clearly to ensure that everyone has the same understanding of what is beeing discussed. Every issue is inspected from the physical and the spiritual point of view.

Only one person speaks at a time. Everyone else should be listening in a non-judgmental way to what the speaker is saying. We use some object (such as a stone or stick), which the person who is speaking holds and then passes to the next person who has indicated a desire to speak. Taken notes during the discussion, to know what you want to say when you speak.

Everybody has the opportunity to speak at least once before anybody speaks twice.

All comments should be addressed directly to the question or issue, not on comments that another participant has made.

If you percieve that what someone says is worthless for you, listen with your heart.

After all participants contibuted their ideas, the facilitator tries to synthesize a course of action which everyone agrees from the ideas of the group.

Anyone who feels that an important point has not been taken into consideration and cannot give consent to this synthesis should be given the chance to speak again. And will be asked to picture a new synthesis including the point.

No comments which put down others or oneself are allowed neither Self-put downs such comments as, “I don’t think anyone will agree with me, but…” or “I’m not very good at…”

If someone cannot give consent, she or he will be asked if it is an insurmountable objection and is given a last chance to express this point of view. A majority vote is used as a last resort if complete consensus can’t be reached.

We respect the wisdom of the council. We share our ideas, but we don’t insist in our idea to prevail. Once an idea is shared, we let go of it. We don’t identify ourselfs with an idea neither we own an idea.

All decisions will be written down. That will be the reference if any questions come up later.

Elections of leaders

When electing leaders, discuss the qualities of good leaders, and particularly those qualities needed in collective leadership for this particular time, situation and mission. Do not discuss individual names – only the qualities a leader should have and our collective leadership responsibilities.

Reflect (think deeply) about the qualities needed in those chosen for leaders in the situation. Then think about who best combines those qualities from among the circle and community; consider everyone.

Before a decision is made the council tries to make sure that enough information is gathered, before making a decision. Decision will be not made while gathering information.

Without the least trace of prejudice and with an open and loving heart, ask the „Creator“ (or however we designate a higher power or source of inspiration) to guide you to make the best choice.

Once a council has decided something in unity, respect demands that no one speaks secretly against what has been decided. If the council has made an error, that error will become apparent to everyone in its own time. A decision of the collective is a decision of everyone. When decisions are made it will get put in action with the total wholehearted support of the entire collective even if someone doesn’t fully agree.

Everyone in the community must give their wholehearted and unreserved support to the chosen leaders. No one should speak secretly against those elected. Rather, everyone should now rally behind the leaders, pray for them, share their best ideas and insights with them and cooperate to ensure the success of everyone.

Treatment of clients

The proper perspective of networking comes into active effectivness, when the special qualities of each individual healer, theacher or thearapist stays within his qualifications. The networking „effectiveness“ of a circle is to focus on the wellbeeing of our clients and the society.

We commit ourselves to finding and recruiting apprentices, setting high standards for them, and guiding them in becoming strong.

We commit ourselves to not seek publicity other than the good news passed on to others by our clientele, Elders, and community.

General

The pain of one, is the pain of all. The glory of one is the glory of all.

In difficulties and challenges we see chances to grow.

We look for things and act for the benedit of all.

We treat all people at any time with respect, from the tiniest to the oldet, from the weak ones to the strong ones, from the ugly to beautyful.

We avoid hurting others hearts like we would avoid a deadly poison.

We respect and protect the need for privacy of everyone.

Wie geht tanzen

Sprich‘ zu deinem Körper: „Nicht mein Wille, sondern dein Wille gesche.“

Folge dem Pfad des größtmöglichen Genusses. Bewege dich so, wie du fühlst, nicht wie du denkst.

  • Spüre in deinen Körper und fühle wie er sich bewegen möchte.
  • Bewege dich so, wie du fühlst, nicht wie du denkst.
  • Dein Körper wird dich Genuss empfinden lassen, wenn du richtig liegst. Wenn du die Verbindung zu deinem Körper verlierst, spürst du nichts.
  • Sollte sich spontan eine neue Bewegung melden, die noch größeren Genuss verspricht, dann lass ab vom alten Weg und gehe sofort der neuen Bewegug nach.
  • Achte darauf, dass die Bewegung nicht durch Angst beeinflusst wird. (bsp.: eine Bewegung zögerlich ausführen)
  • Achte darauf, dass Angst nicht als Genuss in Erscheinung tritt. (bsp.: sich Verstecken)

Bewege dich entsprechend deiner Möglichkeiten immer auf deine bestmögliche Weise

  • Nutze alle deine Fähigkeiten, Vorstellungskräfte und Talente, um die Bewegung auszuführen
  • Gib bei jeder Bewegung dein Allerbestes. Das Resultat ist bedutungslos.
  • Wenn sich zwei Bewegungspfade gleichzeitig offenbaren, wähle beliebig und beobachte, ob sich Pfad als fruchtbar erweist.
  • Folge einem Bewegunspfad bis es nicht mehr weiter geht.
  • Wenn du am Ende eines Weges angekommen bist, wähle die nächste Bewegung, die den größtmöglichen Genuss verspricht.
  • Sei sensibel dafür, wahrzunehmen, dass ein Weg zuende ist, um einen neuen zu Wählen.
  • Körperliche Einschränkungen, Moral, gesetzliche Grenzen und ethische Standards sind Indikatoren dafür, ob ein Weg zuende ist oder nicht.

Führe eine Bewegung aus mit absolut keiner Erwartung an das Resultat

  • Verstehe, dass jede Erwartung an ein bestimmtes Resultat möglicherweise ein besseres Resultat behindert.
  • Eine Bewegung, muss nicht gleich die Zielbewegung sein. Sie kann eine Vorbereitung sein, dich in eine Haltung zu führen, von der die eigentliche Bewegung ausgeführt werden kann.

Das befolgen der oben genannten Regeln liefert augenblicklich jede Information und Energie, um

  • aus der gesamten Fülle möglicher Bewegungen zu schöpfen ohne sie zu kennen zu müssen.
  • ohne Erschöpfung für lange Zeit den Fokus und ein hohes Leistungsniveau zu halten.
  • Timing, Form und Intensität der Gesamtheit aller Bewegungen in eine harmonische Komposition zu bringen.
  • den gesamten Bewegungsablauf dem Pfad des geringsten Widerstands folgen zu lassen.
  • den Tanz zum Spiegel deiner Innenwelt werden zu lassen.
  • deine Blockaden, Hemmungen und Ängste erkennbar werden zu lassen.
  • alle anderen Wege des Ausdrucks des Genusses (Stimme, Malen, Sexualität, Stille, etc.) freizuschalten.
  • alles zu erfahren, was es über das Tanzen zu erfahren gibt.

Auf diesem Pfad wird Bemühung nie zunichte und es gibt kein Misslingen.

Codex of spiritual Healers

Der Beweggrund, und nur der Beweggrund allein, entscheidet, ob die Anwendung okkulter Fähigkeiten zu schwarzer, unheilvoller oder weißer, heilbringender Magie wird. Ist auch nur der leiseste Schatten von Selbstsucht in dem Ausübenden verblieben, so ist es für ihn unmöglich, spirituelle Kräfte zu verwenden; denn wenn die Absicht nicht gänzlich rein ist, wird das Spirituelle sich ins Psychische verwandeln, auf der Astralebene wirken, und furchtbare Folgen können dadaurch hervorgerufen werden. Die Mächte und Kräfte der animalischen Natur können ebenso von dem Selbststüchtigen und Rachsüchtigen wie von dem Selbstlosen und Versönlichen benutzt werden; die Mächte und Kräfte des Geistes neigen sich nur dem zu, der vollkommen reinen Herzens ist – und das ist GÖTTLICHE MACHT.

– Helena Petrovna Blavatsky

Gedankennotiz: Geschäft ist nicht Liebe

Wir stecken uns selbst beim Fahrradfahren einen Stock in die Vorderradspeichen und ärgern uns dann darüber, dass wir vom Fahrrad geflogen sind.

Wir denken: „Ich möchte eine Beziehung, die mich nährt und die mir guttut. Eine Beziehung, die mich krank und schwach macht, möchte ich nicht.“ Das bedeutet nichts anderes als: Die Beziehung soll für uns ein profitables Geschäft sein. Andernfalls lohnt es sich besser alleine weiterzugehen. Es ist also keine bedingungslose Beziehung. Die Beziehung ist an Bedingungen geknüpft. Es ist eine Geschäftsbeziehung mit der Absicht der Profitmaximierung. Das ist verständlich, hat aber einen Haken: Wir suchen gleichzeitig die Liebe in einer solchen Beziehung.

Liebe ist aber etwas Absolutes, nichts Relatives und nur echt, wenn sie bedingungslos ist. Das heißt: Ein Mensch liebt einen anderen, so wie er ist mit seinen Stärken und Schwächen. Die Liebe ist konditional, wenn ein Mensch einen anderen nur liebt, wenn der andere sich entsprechend seiner eigenen, ständig ändernden Präferenzen verhält. Hier kann „Liebe“ durch Liebesentzug zum Foltermittel missbraucht werden und ist damit nur ein als Liebe getarntes Tauschgeschäft, dass Liebe verspricht, aber nie gibt.

Unser Herz sehnt sich nach der echten, bedingungslosen Liebe. Das ist der Grund warum wir uns innerlich nach einem „Zuhause“ sehnen. Wir wollen unsere Daseinsberechtigung nicht immerzu verdienen müssen. Einfach mal sein dürfen, egal ob stark oder schwach, und trotzdem geliebt sein.

Und hier ist der Knoten: Wir suchen etwas Bedingungsloses in etwas bedingtem. Wir suchen Liebe in einer Geschäftsbeziehung. Wir wollen bedingungslos angenommen werden, aber sind nicht bereit bedingungslos anzunehmen. Wir wollen etwas bekommen, was wir selbst nicht geben wollen. Wir lügen uns selbst an, da wir vergessen, dass wir selbst hin und wieder ein Minusgeschäft sind für den anderen.

Da wir in einem holografischen Universum leben ernten wir nur was wir sähen und alles und jeder ist ein Spiegel. Lehnen wir jemanden ab, wenn er uns als Minusgeschäft erscheint, bedeutet das nichts anderes, als dass wir uns selbst ablehnen, wenn wir nicht unseren eigenen Erwartungen entsprechen.

Wenn wir also glauben, wir würden Liebe in einer Beziehung finden, die wir nur unter bestimmten Bedingungen eingehen, dann glauben wir an eine Lüge. Wir laufen einer Fata-Morgana hinterher.

Gedankennotiz: Kinder des Zorns

Wir Kinder des Zorns sind nichts als mit unserem Herzen verbunden.

Wir haben einen Sinn für Gerechtigkeit und unser Herz duldet keine Falschheit.

Wir empören uns darüber und sind bereit für die Wahrheit in den Krieg zu ziehen.

Wir können den Weg des Herzens vom Weg der Angst unterscheiden.

Sie sagen wir seinen Streitsüchtig, dabei sind wir nur um Klärung bemüht.

Wir können die Lüge von der Wahrheit und Mut von Angst unterscheiden.

Wir begehen keinen Verrat an unserem Herzen koste es was es wolle!

Wir sind bereit das Feuer eines brennenden Herzens walten zu lassen

und alles, auch uns selbst, in Schutt und Asche zu verwandeln, wenn es denn sein muss.

Jeder Versuch uns den Zorn zu verbieten, führt nur dazu,

dass wir all unser Geschick darauf anwenden, andere Wege zu finden,

euch das Feuer trotzdem zu bringen.

Denn wir sind beauftragt damit die Welt von der Lüge zu reinigen.

Wir sind eure Narren, eure Clowns und eure bitteren Pillen.

Doch wer kann uns Kinder des Zorns halten?

Niemand kann uns halten wenn wir brennen,

der selbst nicht mit sich im Reinen ist.

Tief in uns wissend, die Seele ist unsterblich, haben wir keine Todesangst.

Niemand kann uns halten,

denn wir würden jedem seinen Verrat am eigenen Herzen spiegeln,

würden sie sich von uns im Herzen berühren lassen,

und das wollen sie nicht. Sie lassen sich nicht berühren.

Sie würden vor einem Kind des Zorns demütig werden müssen.

Darauf lassen sich Erwachsene, insbesondere Lehrer und Väter, nicht ein.

Dann schicken sie uns Kinder des Zorns fort.

Sie erzählen uns: „Ihr seid hier nicht richtig.“

Verweise-Ohm-Gymnasium-1998

Verweise-Realschule-Werner-von-Siemens-1998-2

Doch sie schicken nichts anders fort, als ihr eigenes Herz,

dass sie selbst längst verlassen haben.

Die feigen Lügner wollen Frieden ohne Auseinandersetzung,

im Irrglauben, das eine gäbe es ohne das andere.

Sie wollen rein sein, aber sind zu feige sich dem schmerzhaften Prozess der Läuterung zu stellen.

Sie fürchten ihr Herz, denn sie haben sich des Verrates vor ihrem Schuldig gemacht.

Darum flüchten Sie in eine kalte Traumwelt aus nichts als Illusion, denn sie ahnen,

dass vor der Heimkehr der Verrat mit Schmerzen abgebüßt werden muss.

Mit offenen Augen gehen sie dann durch die Welt und sehen nichts mehr.

Sie sind lebende Tote. Ohne Herz sind sie lebende Tote.

Sie nehmen Gift zu sich und versuchen sich mit Lärm und Spielen abzulenken,

im Irrglauben sie könnten ihrem Tag des jüngsten Gerichts entkommen,

der Tag an dem sie der Tod dazu zwingt ihr Herz noch einmal fühlen.

Ein Kind des Zorns halten, kann nur wer stets den Weg seines Herzens gegangen ist,

wer den heiligen Schutzraum seines Herzens betreten kann,

der bleibt unberührt vor den Flammen.

Sie sagen uns wir hätten uns nicht unter Kontrolle.

Dabei fürchten sie sich nur vor unserer Gabe uns der Wahrheit zu stellen

und sie durch uns wirken zu lassen, weil sie diese Gabe nicht haben.

Gedankennotiz: Ich bin blind

Ich sehe: Alle Menschen um mich herum sind blind. Ich bin der einzige, der es richtig macht.

Das kann ich sehen und ich weiß, es ist nicht wahr.

Einen Tag zu erleben ist ein Wunder. Atmen ist ein Wunder. Sehen ist ein Wunder. Einen Körper zu haben ist ein Wunder.

Ich weiß es ist wahr, aber ich kann es nicht sehen.

Ich sehe was nicht wahr ist aber sehe nicht was wahr ist.

Wieso ist das so? Würde ich die Wahrheit denn nicht ertragen?

Vielleicht weil sie so unglaublich schön und grausam zugleich ist?

Könnte ich die Spannung dieser Polarität nicht ertragen?

Wo sind meine Augen?

Gedankennotiz: Liebe ist Reinigung

Wir glauben: Liebe ist etwas Schönes. Wenn Menschen sich lieben, dann geben sie sich einander ein gutes Gefühl. Die Liebe basiert auf gegenseitiger Wertschätzung und Aufmerksamkeit. Das stimmt halbwegs. Liebe ist vor allem Erkenntnis. Erkenntnis des Selbst im Anderen. Das setzt Selbstkenntnis voraus und die ist meistens ohne ein jahrzehntelanges Bemühen um Selbstreflexion nicht gegeben. Da wo Selbstkenntnis fehlt, führt Liebe früher oder später in die Hölle.

Liebe reinigt von Unaufmerksamkeit, Unkenntnis und Täuschung. So eine Reinigung kann sehr schmerzhaft sein, weshalb die Liebe auch von vielen Gefürchtet wird.

Liebe ist jenseits der Dualität

Liebe ist weder gut noch böse, weder schön noch hässlich. Liebe ist außerhalb der Dualität. Liebe ist weder-noch und sowohl-als-auch. Liebe ist einfach nur „wahr“. Was Wahrheit ist, dass (finde ich) hat indische Spiritualität fast bis auf den Punkt gebracht.

Von allen Lektüren, die ich zum Zwecke der (Selbst-)Erkenntnis jemals in meinem Leben gelesen habe, waren es die 5000 Jahre alten „Upanischaden“, bei denen mir ein „Licht“ auf ging. (Sehr) vereinfacht ausgedrückt steht in den Upanischaden: Das punktförmige Ding, dass hinter deinen Augen sitzt und das Treiben der Welt durch deine Augen beobachtet, das ist dein wahres Selbst. Das, was du über dich selbst denkst, das bist du nicht.

Jeder Mensch trägt das volle Spektrum menschlicher Eigenschaften in sich. Jeder Mensch trägt das Potenzial zum Adolf Hitler und zur Mutter Theresa in sich. Die Frage ist nur, welche Qualitäten lebt ein Mensch aus. Vieles was wir Leben ist Situationsabhängig. Aus reiner Furcht können die liebevollsten Menschen zu den grauenhaftesten Handlungen fähig werden. Das an sich selbst erkannt zu haben, ist Selbsterkenntnis.

Wer sich für den Pfad der Liebe entscheidet, wird gereinigt von den Lügen, die er über sich und die Welt glaubt.

Fehlerhafte Gedankenmuster und falsche Glaubenssätze äußern sich als Ablehnung – Ablehnung von sich selbst und von anderen. Wenn man seinen Weg alleine geht, kann man Wege finden, seine Stärken zu leben und seine Schwächen nicht wirksam werden zu lassen. Was man nicht mag, dem geht man aus dem Weg. In einer Beziehung, sei es zu einer anderen Person, zu sich selbst oder zur Welt, wird das gesamte Spektrum des gedachten und geglaubten Selbstbildes sichtbar. Ausweichen ist in einer Beziehung nicht möglich.

Es gibt menschliche Eigenschaften, die wir Ablehnen: Dummheit, Faulheit, Zorn, etc. Es ist uns zuwider zuerkennen, dass wir sie alle in uns tragen. Unser Selbstbild ist deshalb nicht vollständig oder einfach „geschönt“ – es ist nicht „wahr.“ Jeder kennt einen Menschen, der sich selbst für herzlichsten und schlausten Menschen hält, aber nicht sieht, wie skrupellos und dumm er sich oft verhalt. Genauso wenig wollen wir erkennen, wie oft wir selbst genau dieser dumme Mensch sind. Das Gleiche gilt auch umgekehrt. Wenn wir in Ehrfurcht vor der Großartigkeit eines Menschen ein Gefühl von Minderwertigkeit bekommen, dann nur, weil wir unsere eigene Großartigkeit nicht erkannt haben.

Liebe ist Selbsterkenntnis und die ist ein schmerzhafter Prozess, weil dafür immer wieder ein unvollständiges Selbst-/Weltbild zusammen brechen und korrigiert aufgebaut werden muss.

Ignoranz ist Betäubung

Oft fehlen die Kapazitäten, um den schweren Prozess der Selbsterkenntnis durchzustehen. Dann wird meistens die Kraft der Ignoranz angewendet, sodass man zwar physisch noch in Reichweite, aber innerlich voneinander getrennt ist. Es gibt Situationen, da ist Ignoranz das einzige zur Verfügung stehende Mittel, um äußerlich Ruhe zu bewahren. Ignoranz ist das absichtliche nicht zur Kenntnis nehmen von etwas oder jemandem und es macht auf Dauer krank. Selbsterkenntnis – sich selbst im anderen erkennen – wäre da die wahre Lösung.

In einer Paarbeziehung kommt es auf die Bereitschaft zur Selbsterkenntnis beider Seiten an. Wenn sich auch nur einer der beiden Parteien dazu entscheidet, sich zu einem bestimmten Thema ignorant zu verhalten, dann ist ein gemeinsames Fortkommen an diesem Punkt nicht möglich. Bezüglich dieses Themas bleibt das Paar getrennt. Der gleiche Prozess findet auch innerhalb einer Person statt. Man will etwas nicht an sich wahrhaben und igoriert es. Man spaltet sich innerlich.

Wie mit allen Betäubungsmitteln besteht bei der Ignoranz die Gefahr der Versuchung. Wenn man es einmal zulässt, ist es wahrscheinlich es weitere Male zuzulassen. Ohne das man es bemerkt, akkumuliert sich alles was ignoriert wird, bis man irgendwann im Grunde gar keinen echten Kontakt mehr zu dem anderen Menschen oder zu sich selbst hat.

Übersteigt die Ignoranz ein gewisses Niveau, dann muss nachgeholfen werden. Der Berg an all dem, was man nicht lieben möchte oder kann, ist so groß geworden, dass neue Strategien angewendet werden müssen, um sich nicht damit auseinander setzen zu müssen.

Dann muss man die Betäubung verstärken mit Rauschmitteln wie Alkohol, Marihuana, Schmerztabletten, Antidepressiva, etc. Man kann sich auch ins zwanghafte Tun flüchten, wie Putzen, Trainieren oder Computer Spiele spielen.

Gedankennotiz: Mut, Hingabe und Angst

Wer sich einmal Hingegeben hat, der öffnet den Kanal zu seiner inneren Wahrheit. Der hört sich wieder. Der fühlt sich wieder. Wer dieses Gefühl auch nur ein einziges Mal erfährt wird es nie wieder vergessen können. Fortan wird dieser Mensch Wahrheit von Lüge unterscheiden können.

Der Großteil der Menschen, die zu mir kommen, für die ist das mit der Hingabe keine unüberwindbare Hürde. Manche brauchen bisschen länger, manche sind schon nach den ersten fünf Minuten der Aufwärmübung irgendwo im Nirvana unterwegs und sie haben es am liebsten, wenn ich einfach meine Klappe halte, gute Musik auflege und sie machen lasse. Aber für diesen Artikel habe ich mir Mal Gedanken um die Angst vor der Hingabe gemacht.

Denn nicht wenige Menschen haben Angst davor zu mir in den Workshop zu kommen. Für mich war das immer nicht begreiflich, aber jetzt glaube ich zu verstehen warum: Sie ahnen, dass es in meinem Workshop vor allem um eins geht: Hingabe. Und davor fürchten sie sich.

Was könnte an Hingabe abstoßend sein?

Hingabe klingt erst mal nicht besonders spektakulär, aber das ist es. Hingabe bedeutet sich etwas oder jemandem bis hin zur Ich-Vergessenheit zu widmen. Es treten Handlungen und Gefühle auf, die von der Vernunft nicht kontrolliert werden sollen oder können. Das ist die fundamentale geistige Haltung auf der meine Arbeit basiert.

Das Problem ist Folgendes: Wir sind von unserem Körper abgetrennt. Das begann unter anderem in der Schule, wo wir gezwungen wurden unseren Bewegungsdrang zu bezwingen und das reicht bis heute ins Erwachsenenalter, wo wir hauptsächlich unsere Zeit im Sitzen verbringen. Das bedeutet unsere Aufmerksamkeit befindet sich nur im Kopf. Wir sind nicht im Herzen. Ab Hals abwärts ist alles ein Fremdkörper.

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Wenn wir immer nur im Kopf sind, dann ist all unsere Lebensenergie im Denken. Wir kennen keine andere Realität als die Gedachte oder die durchs Denken begreifbare. Unser Leben findet in Gedanken statt. Wir glauben wir sind unsere Gedanken. Wir identifizieren uns mit dem, was wir über uns denken. Viele von uns können gar nichts mehr fühlen. Descartes hat gesagt: „Ich denke, also bin ich.“ Hätte er mal mehr getanzt, dann würde er sagen können: „Ich fühle, also bin ich.“ Wer meditiert, der weiß, dass weder Fühlen noch Denken notwendig sind, um zu sein: „Auch ohne Denken und Fühlen bin ich.“

Die Konsequenz für uns ist daraus, dass wir glauben, wir hörten auf zu existieren, wenn wir nicht denken.

Hingabe ist also für den unwissenden Geist der Tod des „Ich“. An der Wurzel der Furcht vor der Hingabe sitzt wie immer die Mutter aller Ängste: die Todesangst.

Manchmal kommen Menschen zu mir die irgendwie (so sagen sie es selbt) „am Ende von irgendwas angekommen“ sind. Sie sagen, sie befinden sich einer großen Umbruchsphase in ihrem Leben. Eine Phase in der alles neu Arrangiert wird und sie spüren, dass sie ihrem neuen Leben etwas hinzufügen wollen, was sie tief in ihrem Inneren vergraben haben. Sie sind müde, das was im „Schattenraum“ gefangen gehalten wird und immer heftiger „von unten“ ins Bewusstsein drängt weiterhin unter kontrolle halten zu müssen. Das, was da von unten an die Tür klopft, sind sie selbst. Das sind all ihre verdrängten Gefühle, alle nicht gelebten Sehnsüchte, alle nicht gelebten Talente und Charakterzüge. Alles was gelebt werden wollte, aber nicht durfte. Es ist diese Hingabe, das Fühlen, das Herz, die Leidenschaft, die Ekstase, das was die Seele der Menschen heutzutage sich ersehnt. Und die soll ab jetzt einen Platz in ihrem Leben haben.

Viele von uns suchen ihr Herz draußen in der Welt und nicht in der Brust. Das ist ein Grund für den starken Drogenkonsum und für jede Art von obsessivem Verhalten, die zum Rausch führt, welches wir überall sehen. Wir suchen die Realität außerhalb der Kontrolle unseres Verstandes. „Sucht“ langsam gesprochen hat was mit Suchen zu tun. Was such(t)en wir? Unser Herz. Wo suchen wir? Nicht, da wo es ist. Wir wollen es nicht wirklich finden. Denn da wo das Herz ist, sind leider auch die Schmerzen. Da sind die Drogen ein verführerisch bequemer Ausstieg.

Einige die zu mir kommen wissen, was da in ihnen los ist. Viele haben schon einige Jahre Therapie und Studium der Heilung und Spiritualität hinter sich. Sie wissen alles über das Feuer, aber sie haben noch nie damit gekocht. Der Grund ist eben diese Angst. Und dann sagen sie soetwas wie: „Ich habe Angst mich diesem Gefühl hinzugeben, weil ich nicht weiß was dann passiert.“

Ich kann verstehen, warum die Menschen sich von der Hingabe scheuen: Sie scheuen sich vor den Veränderungen, die sich daraus ergeben werden.

Wer sich einmal Hingegeben hat, der öffnet den Kanal zu seiner inneren Wahrheit. Der hört sich wieder. Der fühlt sich wieder. Wer dieses Gefühl auch nur ein einziges Mal erfährt wird es nie wieder vergessen können. Fortan wird dieser Mensch Wahrheit von Lüge unterscheiden können.

Das kann ein Problem werden, wenn ein Mensch beispielsweise Jahrzehnte seines Lebens die Zähne zusammen gebissen hat, um eine Rolle im Leben zu spielen, die ihm gar nicht gefällt oder nicht zu ihm passt und darauf ein „Gebäude“ errichtet hat: Wir haben jemanden geheiratet, der nicht zu uns passt und mit ihm eine Familie gegründet. Wir leben seit Jahren in Knechtschaft durch einen Kredit für ein Haus und bezahlen den Kredit mit einem Job zurück, den er uns krank macht. Unser soziales Umfeld kauft uns seit Jahren unser gelogenes Lächeln ab. Innerlich sind wir kaputt. Niemand will wirklich wissen, wie es uns geht. Wir haben unser ganzes Leben auf andere gehört und für andere gelebt. Wir sind mitten in diesem „Schauspiel“ und alles wird von dem Schauspiel getragen. Und plötzlich hören wir etwas von „Hingabe“, „Loslassen“, „der inneren Wahrheit“, etc. In einem Bruchteil einer Sekunde kann sich unser Verstand die Kaskade von Konsequenzen ausmalen, die das Konzept der „inneren Wahrheit“ mit sich bringen würde, wenn wir dem nachgehen würden. Der Verstand mag unvorhersehbare Veränderungen nicht, denn er will ja Kontrolle haben. Unser Verstand zieht unsere Aufmerksamkeit von dem Gedanken an die Hingabe weg und richtet es auf etwas anderes. Es verdrängt das Herz und seine Sehnsucht wieder in den Schattenraum – eine jahrelang ausgeübte Praktik.

Wenn wir uns vor Hingabe fürchten, kann es daran liegen, dass wir in unserer aktuellen Situation keine Kapazitäten haben, unserem inneren Ruf, unserer Sehnsucht nachzugehen. Deshalb kommen zu mir oft Menschen, die diese ganze „Show“ schon hinter sich haben oder aus irgendeinem anderen Grund einfach frei sind zu machen worauf sie lust haben. Die sind bereit für Veränderung.

Ich dachte auch immer wir tanzen nur und konnte deshalb nicht verstehen, warum manche Menschen nicht zu mir kommen, obwohl sie es wollen. Jetzt verstehe ich es: Es würde die Perspektive mancher Menschen auf ihr Leben verändern.

Spiritual Healing Body Techno Shamanic Festivals 2020

Please complete the list by writing down festivals which are not in the list in the comments.

Gedankennotiz: Leben vor dem Tod

„Der Tod meines Freundes erinnert mich wieder daran, dass das Leben endlich ist. Plötzlich wird mir klar, wieviele Jahre ich meines Lebens damit verbracht habe, eine Festung mit dicken Mauern auf einer schwebenden Seifenblase zu errichten.“

Gerade hat mich die Nachricht erreicht, dass ein Freund von mir gestorben ist. Diese Nachricht hat mir etwas ins Bewusstsein gerufen, dass ich vergessen hatte: Auch meine Uhr tickt.

Jahrelang hatte ich keinen Kontakt mit meinem Freund, weil ich seine Existenz als selbstverständlich hingenommen habe. Er war ja immer erreichbar.

Ich hatte ein leichtes Trauergefühl, aber konnte nicht genau erfassen was es ausgelöst hat. Sein Tod kann nicht der Grund der Trauer sein. Schließlich hat mich seine Existenz all die Jahre nicht besonders interessiert. Wir mochten uns und hatten Spaß wenn wir uns trafen, mehr aber auch nicht. Woher kommt dann meine Trauer?

Die Trauer ist eine Enttäuschung mir selbst gegenüber. Die Enttäuschung, durch den Tod meines Freundes zu realisieren, dass ich so viele Jahre meines Lebens nicht gelebt und nicht genossen habe, aus der Absicht, den Moment für die Zukunft zu opfern. Wieviele Stunden habe ich mich gequält, um für die Zukunft zu arbeiten? Der Gedanke sich für die Zukunft etwas aufzubauen klingt erst Mal Vernünftig. Genau berachtet ist es aber nicht Vernünftig. Genau betrachtet richten wir unsere Aufmerksamkeit weg vom Leben, welches nur in Moment erlebt werden kann, und richten es auf eine Hypothese von der Zukunft, die mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht unsere Erwartungen erfüllen wird.

Wer für die Zukunft lebt, lebt quasi nie. Denn würden wir eines Tages in der Zukunft tatsächlich in der Situation wiederfinden, von der wir immer geträumt haben, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass wir wieder in eine noch fernere Zukunft blicken mit neuen Visionen von der Zukunft in der Zukunft. Wir schieben das Ziel gleichsam in die Ferne, sowie wir uns dem Ziel nähern. Dieses Streben ist also endlos. Hier kommt der Knackpunkt: Wir treten mit etwas Endlichem (unserer Lebenszeit) gegen etwas Unendliches an. Von diesem Geschäft profitieren wir nicht.

Hinzu kommt, dass das Leben alle Kriterien eines Glücksspiels erfüllt. Es gibt zu viele unbekannte und unkontrollierbare Parameter, die das Spiel beeinflussen und die Zahl der möglichen Spielzüge ist unüberschaubar. Alles was wir tun können ist es, uns ein Zukunftsszenario vorzustellen und hoffen, dass wir einigermaßen damit richtig liegen. Wir wissen es nicht, wir glauben und hoffen damit Glück zu haben.

Der Tod meines Freundes erinnert mich wieder daran, dass das Leben endlich ist. Plötzlich wird mir klar, wieviele Jahre ich meines Lebens damit verbracht habe, eine Festung mit dicken Mauern auf einer schwebenden Seifenblase zu errichten.

Warum neigen wir dazu lieber zu träumen, als im Hier und Jetzt zu sein?

Aus dem Fakt, dass das Leben nur im Hier und Jetzt stattfindet, lässt sich etwas völlig banales schlussfolgern: Auch den Tod erleben wir im Hier und Jetzt. Das der Tod uns im Hier und Jetzt ereilt, dessen sind wir uns unbewusst bewusst. Davor fürchten wir uns im Inneren. So wirklich will das keiner erleben und so flüchten wir alle mehr oder weniger vom Moment weg in eine Traumwelt hinein – in den Traum von der Vergangenheit oder der Zukunft.

Im Moment leben ist also nur ohne Todesangst möglich. Der Tod scheint ja (meiner Vorstellung nach) auch „früher“ zu kommen, wenn ich nicht für die Zukunft lebe: Wenn ich für den Moment lebe, würde ich keine Dinge mehr tun, die ich nicht mag und Dinge tun, die ich mag. Wahrscheinlich würde ich meinen Job kündigen und alles Geld was ich habe ziemlich schnell verbrauchen. Dann wäre ich ziemlich schnell pleite und wohnungslos. Ich würde ziemlich schnell alles verlieren was ich habe. Ich würde auf der Straße leben und beim nächsten Winter unter der Brücke erfrieren. Und so weiter.

Lieber früher oder später sterben?

Es scheint als könnte ich bestimmen, ob ich früher oder später sterben möchte. Angenommen ich sterbe früher, wenn ich im Moment lebe und ich sterbe später, wenn ich das Leben im Moment für das Leben in der Zukunft opfere. Da ja das Leben nur im Moment stattfindet bedeutet das im ersten Szenario, dass ich kurz gelebt habe und dann starb. Im zweiten Szenario bedeutet es, dass ich nie gelebt habe und dann starb.

Hier komme ich zur nächsten Illusion: Zeit. Für unser Herz ist doch nur relevant, wie wir Zeit empfinden. Das Zeitempfinden ist völlig relativ. Wenn ich im Arbeitsrausch bin, dann kann eine ganze Woche in einem gefühlten Augenzwinkern vergehen. Wenn ich im Regen auf dem Bus warte, kann eine halbe Stunde eine unerträgliche Ewigkeit werden. Wenn ich meditiere, habe ich den Eindruck das Ticken der Uhr wird immer langsamer, je mehr ich meine Aufmerksamkeit auf den Moment richte. Es scheint also, je mehr ich meine Aufmerksamkeit auf den Moment richte, umso langsamer vergeht die Zeit. Je mehr ich meine Aufmerksamkeit vom Moment weg hole, umso schneller vergeht die Zeit. Ob etwas lange dauert oder nur kurz ist abhängig davon, wieviel Aufmerksameit ich auf den Moment richte.

Was ist also ein langes oder kurzes Leben?

Es kann also sein, dass jemand der 5 Jahre im absoluten Moment gelebt hat und starb, tausendfach mehr in seinem Leben erlebt hat, als ein Mensch, der 50 Jahre nicht im Moment gelebt hat und starb. Somit hat der, der 5 Jahre gelebt hat, praktisch länger gelebt, als der der 50 Jahre lebte. Das ist einer der Irrtümer, denen unser Verstand folgt.

Egal welches Szenario ich mir ausdenke, mit oder ohne Vorbereitung auf die Zukunft, ich muss sterben. Das ist bekannt: Jeder stirbt irgendwann. So wie kürzlich Freund.

Außerdem bedeutet das Leben im Moment nicht automatisch, dass man weniger Jahre lebt. Vielleicht bewirkt das Leben im Moment psychisches Wohlbefinden, was folglich körperliche Gesundheit erzeugt. Das wiederum führt zu mehr Lebenskraft, welche wiederum zur Tatkraft wird, wodurch der körperliche Tod möglicherweise eher unwahrscheinlicher wird. Vielleicht macht die Risikobereitschaft den körperlichen Tod doch wieder wahrscheinlicher und führt einfach nur dazu, dass man am Ende gesund und glücklich stribt? Ich weiß es nicht. Aber ich möchte mich für den Moment entscheiden.

Dann käme ich zu der Frage: Wenn ich ab jetzt im Moment lebe, was würde ich dann anders machen als bisher?

Ich würde

  • weniger zögern und schneller Entscheidungen treffen
  • nicht nach materiellem Besitz streben
  • nicht an materiellen Dingen haften
  • nicht dem Geld hinterher rennen
  • meine Ansprüche herunter schrauben bis auf „Ich freue mich, dass ich Atmen kann.“
  • nichts tun oder tanzen
  • meditieren statt denken
  • lange Spaziergänge in der Natur machen
  • langsamer gehen
  • langsamer essen

Das wäre jetzt was mir so ad-hoc dazu einfällt. Da wirds noch mehr geben.

Ruhe in Frieden lieberVedad, ++19.10.2019. Danke, dass du mich an das Leben vor dem Tod erinnerst.