Gedankennotiz: Kein Stress mehr

Mein Schatz, nun hast du endlich deinen Frieden.

Am Ende hat sich das einfach nicht mehr gelohnt für dich. Du bist ausgestiegen, als es schwer wurde und die Schwere kein Ende zu nehmen schien. Lieber in Frieden alleine sein als ständig in der Gefahr, durch den Sturm der Leidenschaft auf offenem Meer zu ertrinken.

Du hast dich beklagt: „Wir sind schon ein Jahr zusammen und immer noch streiten wir um Dinge, über die wir schon zu Beginn gestritten haben.“ So wie das bei uns lief, hattest du dir das nicht vorgestellt. Weniger Streit, Harmonie, liebevoller Umgang – das wolltest du. Das wollte ich auch.

Natürlich gab es immer wieder es Differenzen, doch für mich stand unsere Beziehung an erster Stelle, für dich stand sie nach deinen Kindern und deiner Religion an dritter Stelle. Deshalb hatte ich mehr Kraft und Geduld für Lösung der Probleme zwischen uns zu kämpfen als du. Als ich dich kennen gelernt habe, war dein ganzes Leben auf einer Lüge aufgebaut, die du ignoriert hast. Du warst Ignoranz gewohnt und hättest viele Probleme der Bequemlichkeit halber am liebsten einfach wegignoriert.

Im Streit hast du um dich geschlagen und bist davon gelaufen. Als der Sturm vorbei war, hast du dich bei mir bedankt, dass ich hartnäckig geblieben bin und uns nicht aufgegeben habe. Wir waren jedes Mal stärker miteinander verbunden als vor dem Streit. Doch trotzdem ziehst du jedes Mal aufs neue die Reißleine. Ich weiß, in dir gibt es etwas, dass insgeheim wieder darauf hofft, dass ich wieder komme. Jetzt wärst du Mal dran zu kommen, aber du machst nichts.

Deine Religion und deine Kinder standen an erster Stelle. Irgendwo am Ende der Prioritätenliste stand ich. Eins deiner Kinder hat mir täglich gezeigt, dass es nicht mich, sondern seinen Vater, am Esstisch haben will. Ich nehme diesen erbärmlichen Platz als fünftes Rad am Wagen in deinem Leben nicht an.

Ich habe täglich auf dich gewartet, dass du endlich damit fertig bist, dich um deine Kinder zu kümmern. Am Ende des Tages hattest du keine Energie mehr für uns. Die Tatsache, dass ich zusehe wie die Energie „meiner Frau“ für Kinder draufgeht, die nicht meine sind, hat in mir etwas instinkthaftes zu mir sprechen lassen: „Ich gehöre hier nicht hin.“

Natürlich hättest du etwas machen können. Ein erster Schritt wäre gewesen zu realisieren, dass da jemand neben dir liegt. Dein Starrsinn und deine Ignoranz waren nicht nötig; auch nicht um das Überleben deiner Kinder zu sichern. Das war einfach nur geistige Trägheit und die Angst davor Mensch zu sein.

Statt immer nur von dem zu sprechen, was du glaubst, hättest du einfach mal still sein und zuhören sollen. Aber deine geheime Agenda sah keinen Austausch vor. Wir hatten nie eine Konversation, es gab nur Unterricht von dir.

Du hattest kein Interesse unser Leben aufzubauen. Du wolltest dein Leben aufbauen. Das war eine Rechnung ohne mich. Du hast dich nicht für meine Welt, meine Leidenschaften, meine Freunde oder meine Familie interessiert. Nichts wolltest du von mir wissen, außer wann ich nach Hause komme.

Nur meinen Körper wolltest du besitzen. Du hast dir einen Teddybär zum Kuscheln gewünscht, mit dem du am Feierabend im Bett liegen kannst. Ich war schön anzuschauen, sagtest du und es gefiel dir, dass ich samtweiche Haut hatte und wunderbar für dich duftete. Du mochtest meine Küsse und dass ich deine Gedanken verstand. Du hast es geliebt in meinen Armen zu liegen.

Jetzt ist Weihnachten und deine gesamte Verwandtschaft und alle deine Freunde werden jetzt fragen, wo ich bin. Ich hoffe du stehst zu deiner Entscheidung und sprichst aus was Sache ist: Wir sind nicht mehr. In meinem Leben vermisst dich allerdings keiner. Du hast dich ja schließlich nie in meiner Welt blicken lassen.

Und jetzt sitzt du allein mit deinen Kindern in deinem Haus im hinterletzten Kaff in der polnischen Pampa und hast Ansprüche an deine Mitmenschen, wie sie vielleicht höchstens der Dalai Lama erfüllen könnte. Ich kann mir schwer vorstellen, dass nochmal einer in dein Leben kommen wird. Aber du hast ja immer Kund getan, dass du besseres zu tun hast, als dich mit mir zu Streiten. Zeit und Raum hast du jetzt wieder genug.

Ich bin wütend auf mich selbst, darüber, dass ich dich nicht bedingungslos lieben konnte. Für meine Liebe wollte ich von dir zurückgeliebt werden. Das hat immer zerstört, was vorher mühevoll aufgebaut war. Denn teilte ich dich in zehn Teile, dann haben drei davon mich geliebt. Die anderen sieben fanden du wärst besser dran ohne mich.

Deine geheime Agenda wurde im Streit jedes Mal erkennbar. Wenn alles gut lief, sprachst du von „unserem gemeinsamen Zuhause“. Wenn es Ärger gab, hast du dir das Recht herausgenommen mich aus dem Haus schicken mit der Begründung es sei „dein Zuhause“, weil du das Haus gekauft hast. Wenn ich dich auf diese Willkürlichkeit angesprochen habe, bist du mir geschickt ausgewichen.

Willkür und Widersprüche ziehen sich durch wie ein roter Faden. Ich konnte jedes Mal in deinen Augen sehen, wie du Kraft deiner Ignoranz wieder eine wild gewordene Leiche aus deinem Keller zurückdrängen musstest. Dafür werden wir nicht voreinander, aber vor unserem Herzen vors Gericht gehen. Und zwar Abends, wenn wir alleine im Bett liegen und es ganz still ist. Dann wird sich unser Gewissen melden und wir werden wissen, ob wir ehrlich waren oder gelogen haben.

Ich habe gelogen. Ich war geblendet von meinen Visionen von dem, was wir beide zusammen sein und machen könnten. Du hattest was ich nicht hatte. Ich hatte was du nicht hattest. Wir wollten voneinander Profitieren und Liebe. Wir sind beide einer Fata Morgana hinterhergelaufen, denn etwas bedingungsloses hat in etwas bedingtem keinen Platz.

Ich wollte mit dir die Welt erforschen, aber auch ich hab meine Rechnung ohne dich gemacht. Ich habe erst spät erkannt, dass du eigentlich nirgendwo hingehen willst und dich für nichts interessierst, was du nicht schon kanntest. Die Welt hat dich nicht interessiert.

Im Grunde wünsche ich mir auch nur, dass es dir gut geht. Was mir am meisten Schmerzen bereitet, ist die Vorstellung, dass du leidest, weil ich dir fehle. Das will ich nicht. Ich selbst bin schon längst wieder auf den Beinen und bin froh drum, dass es vorbei ist.

Ich habe noch nie so sehr meinen Spiegel vorgehalten bekommen, wie in dieser Zeit mit dir. Ich wusste ja gar nicht, wie wenig ich weiß. Ich wusste nicht wie schwach, unbewusst und unachtsam ich an manchen Stellen bin. In deiner Widersprüchlichkeit habe ich meine erkannt.

Der ganze Stress und die vielen Tränen sind nicht umsonst geflossen. Wir waren beide Hochmütig und haben geglaubt zu wissen wie das Leben läuft. Doch die Liebe hat uns in die Knie gezwungen und uns beiden Demut beigebracht. Das haben wir gebraucht.

Codex of spiritual Healers

Der Beweggrund, und nur der Beweggrund allein, entscheidet, ob die Anwendung okkulter Fähigkeiten zu schwarzer, unheilvoller oder weißer, heilbringender Magie wird. Ist auch nur der leiseste Schatten von Selbstsucht in dem Ausübenden verblieben, so ist es für ihn unmöglich, spirituelle Kräfte zu verwenden; denn wenn die Absicht nicht gänzlich rein ist, wird das Spirituelle sich ins Psychische verwandeln, auf der Astralebene wirken, und furchtbare Folgen können dadaurch hervorgerufen werden. Die Mächte und Kräfte der animalischen Natur können ebenso von dem Selbststüchtigen und Rachsüchtigen wie von dem Selbstlosen und Versönlichen benutzt werden; die Mächte und Kräfte des Geistes neigen sich nur dem zu, der vollkommen reinen Herzens ist – und das ist GÖTTLICHE MACHT.

– Helena Petrovna Blavatsky

How to act and think like a collective

Speaking

Individual and personal prospects should not be brought up when we discuss something. They should be reserved for personal and private sessions. Don’t loose the topic by bringing your personal issues. What we discuss has to do with the entire thing.

Define the problem and issue clearly to ensure that everyone has the same understanding of what is beeing discussed. Every issue is inspected from the physical and the spiritual point of view.

Only one person speaks at a time. Everyone else should be listening in a non-judgmental way to what the speaker is saying. We use some object (such as a stone or stick), which the person who is speaking holds and then passes to the next person who has indicated a desire to speak. Taken notes during the discussion, to know what you want to say when you speak.

Everybody has the opportunity to speak at least once before anybody speaks twice.

All comments should be addressed directly to the question or issue, not on comments that another participant has made.

If you percieve that what someone says is worthless for you, listen with your heart.

After all participants contibuted their ideas, the facilitator tries to synthesize a course of action which everyone agrees from the ideas of the group.

Anyone who feels that an important point has not been taken into consideration and cannot give consent to this synthesis should be given the chance to speak again. And will be asked to picture a new synthesis including the point.

No comments which put down others or oneself are allowed neither Self-put downs such comments as, “I don’t think anyone will agree with me, but…” or “I’m not very good at…”

If someone cannot give consent, she or he will be asked if it is an insurmountable objection and is given a last chance to express this point of view. A majority vote is used as a last resort if complete consensus can’t be reached.

We respect the wisdom of the council. We share our ideas, but we don’t insist in our idea to prevail. Once an idea is shared, we let go of it. We don’t identify ourselfs with an idea neither we own an idea.

All decisions will be written down. That will be the reference if any questions come up later.

Elections of leaders

When electing leaders, discuss the qualities of good leaders, and particularly those qualities needed in collective leadership for this particular time, situation and mission. Do not discuss individual names – only the qualities a leader should have and our collective leadership responsibilities.

Reflect (think deeply) about the qualities needed in those chosen for leaders in the situation. Then think about who best combines those qualities from among the circle and community; consider everyone.

Before a decision is made the council tries to make sure that enough information is gathered, before making a decision. Decision will be not made while gathering information.

Without the least trace of prejudice and with an open and loving heart, ask the „Creator“ (or however we designate a higher power or source of inspiration) to guide you to make the best choice.

Once a council has decided something in unity, respect demands that no one speaks secretly against what has been decided. If the council has made an error, that error will become apparent to everyone in its own time. A decision of the collective is a decision of everyone. When decisions are made it will get put in action with the total wholehearted support of the entire collective even if someone doesn’t fully agree.

Everyone in the community must give their wholehearted and unreserved support to the chosen leaders. No one should speak secretly against those elected. Rather, everyone should now rally behind the leaders, pray for them, share their best ideas and insights with them and cooperate to ensure the success of everyone.

Treatment of clients

The proper perspective of networking comes into active effectivness, when the special qualities of each individual healer, theacher or thearapist stays within his qualifications. The networking „effectiveness“ of a circle is to focus on the wellbeeing of our clients and the society.

We commit ourselves to finding and recruiting apprentices, setting high standards for them, and guiding them in becoming strong.

We commit ourselves to not seek publicity other than the good news passed on to others by our clientele, Elders, and community.

General

The pain of one, is the pain of all. The glory of one is the glory of all.

In difficulties and challenges we see chances to grow.

We look for things and act for the benedit of all.

We treat all people at any time with respect, from the tiniest to the oldet, from the weak ones to the strong ones, from the ugly to beautyful.

We avoid hurting others hearts like we would avoid a deadly poison.

We respect and protect the need for privacy of everyone.

Gedankennotiz: Geschäft ist nicht Liebe

Wir stecken uns selbst beim Fahrradfahren einen Stock in die Vorderradspeichen und ärgern uns dann darüber, dass wir vom Fahrrad geflogen sind.

Wir denken: „Ich möchte eine Beziehung, die mich nährt und die mir guttut. Eine Beziehung, die mich krank und schwach macht, möchte ich nicht.“ Das bedeutet nichts anderes als: Die Beziehung soll für uns ein profitables Geschäft sein. Andernfalls lohnt es sich besser alleine weiterzugehen. Es ist also keine bedingungslose Beziehung. Die Beziehung ist an Bedingungen geknüpft. Es ist eine Geschäftsbeziehung mit der Absicht der Profitmaximierung. Das ist verständlich, hat aber einen Haken: Wir suchen gleichzeitig die Liebe in einer solchen Beziehung.

Liebe ist aber etwas Absolutes, nichts Relatives und nur echt, wenn sie bedingungslos ist. Das heißt: Ein Mensch liebt einen anderen, so wie er ist mit seinen Stärken und Schwächen. Die Liebe ist konditional, wenn ein Mensch einen anderen nur liebt, wenn der andere sich entsprechend seiner eigenen, ständig ändernden Präferenzen verhält. Hier kann „Liebe“ durch Liebesentzug zum Foltermittel missbraucht werden und ist damit nur ein als Liebe getarntes Tauschgeschäft, dass Liebe verspricht, aber nie gibt.

Unser Herz sehnt sich nach der echten, bedingungslosen Liebe. Das ist der Grund warum wir uns innerlich nach einem „Zuhause“ sehnen. Wir wollen unsere Daseinsberechtigung nicht immerzu verdienen müssen. Einfach mal sein dürfen, egal ob stark oder schwach, und trotzdem geliebt sein.

Und hier ist der Knoten: Wir suchen etwas Bedingungsloses in etwas bedingtem. Wir suchen Liebe in einer Geschäftsbeziehung. Wir wollen bedingungslos angenommen werden, aber sind nicht bereit bedingungslos anzunehmen. Wir wollen etwas bekommen, was wir selbst nicht geben wollen. Wir lügen uns selbst an, da wir vergessen, dass wir selbst hin und wieder ein Minusgeschäft sind für den anderen.

Da wir in einem holografischen Universum leben ernten wir nur was wir sähen und alles und jeder ist ein Spiegel. Lehnen wir jemanden ab, wenn er uns als Minusgeschäft erscheint, bedeutet das nichts anderes, als dass wir uns selbst ablehnen, wenn wir nicht unseren eigenen Erwartungen entsprechen.

Wenn wir also glauben, wir würden Liebe in einer Beziehung finden, die wir nur unter bestimmten Bedingungen eingehen, dann glauben wir an eine Lüge. Wir laufen einer Fata-Morgana hinterher.

Wie geht tanzen

Sprich‘ zu deinem Körper: „Nicht mein Wille, sondern dein Wille gesche.“

Entscheide dich immer dafür, die Bewegung auszuführen, die den größten Genuss verspricht

  • Sollte sich spontan eine andere Bewegung melden, die noch größeren Genuss verspricht, dann lass ab vom alten Weg und gehe sofort dem neuen nach.
  • Achte darauf, dass die Bewegung nicht durch Angst beeinflusst wird. (bsp.: eine Bewegung zögerlich ausführen)
  • Achte darauf, dass Angst nicht als Genuss in Erscheinung tritt. (bsp.: sich Verstecken)

Bewege dich entsprechend deiner Möglichkeiten immer auf deine bestmögliche Weise

  • Nutze alle deine Fähigkeiten, Vorstellungskräfte und Talente, um die Bewegung auszuführen
  • Gib bei jeder Bewegung dein Allerbestes. Das Resultat ist bedutungslos.
  • Wenn sich zwei Bewegungspfade gleichzeitig offenbaren, wähle beliebig und beobachte, ob sich Pfad als fruchtbar erweist.
  • Folge einem Bewegunspfad bis es nicht mehr weiter geht.
  • Wenn du am Ende eines Weges angekommen bist, wähle die nächste Bewegung, die den größtmöglichen Genuss verspricht.
  • Sei sensibel dafür, wahrzunehmen, dass ein Weg zuende ist, um einen neuen zu Wählen.
  • Körperliche Einschränkungen, Moral, gesetzliche Grenzen und ethische Standards sind Indikatoren dafür, ob ein Weg zuende ist oder nicht.

Führe eine Bewegung aus mit absolut keiner Erwartung an das Resultat

  • Verstehe, dass jede Erwartung an ein bestimmtes Resultat möglicherweise ein besseres Resultat behindert.
  • Eine Bewegung, muss nicht gleich die Zielbewegung sein. Sie kann eine Vorbereitung sein, dich in eine Haltung zu führen, von der die eigentliche Bewegung ausgeführt werden kann.

Das befolgen der oben genannten Regeln liefert augenblicklich jede Information und Energie, um

  • aus der gesamten Fülle möglicher Bewegungen zu schöpfen ohne sie zu kennen zu müssen.
  • ohne Erschöpfung für lange Zeit den Fokus und ein hohes Leistungsniveau zu halten.
  • Timing, Form und Intensität der Gesamtheit aller Bewegungen in eine harmonische Komposition zu bringen.
  • den gesamten Bewegungsablauf dem Pfad des geringsten Widerstands folgen zu lassen.
  • den Tanz zum Spiegel deiner Innenwelt werden zu lassen.
  • deine Blockaden, Hemmungen und Ängste erkennbar werden zu lassen.
  • alle anderen Wege des Ausdrucks des Genusses (Stimme, Malen, Sexualität, Stille, etc.) freizuschalten.
  • alles zu erfahren, was es über das Tanzen zu erfahren gibt.

Auf diesem Pfad wird Bemühung nie zunichte und es gibt kein Misslingen.

Gedankennotiz: Kinder des Zorns

Wir Kinder des Zorns sind nichts als mit unserem Herzen verbunden.

Wir haben einen Sinn für Gerechtigkeit und unser Herz duldet keine Falschheit.

Wir empören uns darüber und sind bereit für die Wahrheit in den Krieg zu ziehen.

Wir können den Weg des Herzens vom Weg der Angst unterscheiden.

Sie sagen wir seinen Streitsüchtig, dabei sind wir nur um Klärung bemüht.

Wir können die Lüge von der Wahrheit und Mut von Angst unterscheiden.

Wir begehen keinen Verrat an unserem Herzen koste es was es wolle!

Wir sind bereit das Feuer eines brennenden Herzens walten zu lassen

und alles, auch uns selbst, in Schutt und Asche zu verwandeln, wenn es denn sein muss.

Jeder Versuch uns den Zorn zu verbieten, führt nur dazu,

dass wir all unser Geschick darauf anwenden, andere Wege zu finden,

euch das Feuer trotzdem zu bringen.

Denn wir sind beauftragt damit die Welt von der Lüge zu reinigen.

Wir sind eure Narren, eure Clowns und eure bitteren Pillen.

Doch wer kann uns Kinder des Zorns halten?

Niemand kann uns halten wenn wir brennen,

der selbst nicht mit sich im Reinen ist.

Tief in uns wissend, die Seele ist unsterblich, haben wir keine Todesangst.

Niemand kann uns halten,

denn wir würden jedem seinen Verrat am eigenen Herzen spiegeln,

würden sie sich von uns im Herzen berühren lassen,

und das wollen sie nicht. Sie lassen sich nicht berühren.

Sie würden vor einem Kind des Zorns demütig werden müssen.

Darauf lassen sich Erwachsene, insbesondere Lehrer und Väter, nicht ein.

Dann schicken sie uns Kinder des Zorns fort.

Sie erzählen uns: „Ihr seid hier nicht richtig.“

Verweise-Ohm-Gymnasium-1998

Verweise-Realschule-Werner-von-Siemens-1998-2

Doch sie schicken nichts anders fort, als ihr eigenes Herz,

dass sie selbst längst verlassen haben.

Die feigen Lügner wollen Frieden ohne Auseinandersetzung,

im Irrglauben, das eine gäbe es ohne das andere.

Sie wollen rein sein, aber sind zu feige sich dem schmerzhaften Prozess der Läuterung zu stellen.

Sie fürchten ihr Herz, denn sie haben sich des Verrates vor ihrem Schuldig gemacht.

Darum flüchten Sie in eine kalte Traumwelt aus nichts als Illusion, denn sie ahnen,

dass vor der Heimkehr der Verrat mit Schmerzen abgebüßt werden muss.

Mit offenen Augen gehen sie dann durch die Welt und sehen nichts mehr.

Sie sind lebende Tote. Ohne Herz sind sie lebende Tote.

Sie nehmen Gift zu sich und versuchen sich mit Lärm und Spielen abzulenken,

im Irrglauben sie könnten ihrem Tag des jüngsten Gerichts entkommen,

der Tag an dem sie der Tod dazu zwingt ihr Herz noch einmal fühlen.

Ein Kind des Zorns halten, kann nur wer stets den Weg seines Herzens gegangen ist,

wer den heiligen Schutzraum seines Herzens betreten kann,

der bleibt unberührt vor den Flammen.

Sie sagen uns wir hätten uns nicht unter Kontrolle.

Dabei fürchten sie sich nur vor unserer Gabe uns der Wahrheit zu stellen

und sie durch uns wirken zu lassen, weil sie diese Gabe nicht haben.

Gedankennotiz: Ich bin blind

Ich sehe: Alle Menschen um mich herum sind blind. Ich bin der einzige, der es richtig macht.

Das kann ich sehen und ich weiß, es ist nicht wahr.

Einen Tag zu erleben ist ein Wunder. Atmen ist ein Wunder. Sehen ist ein Wunder. Einen Körper zu haben ist ein Wunder.

Ich weiß es ist wahr, aber ich kann es nicht sehen.

Ich sehe was nicht wahr ist aber sehe nicht was wahr ist.

Wieso ist das so? Würde ich die Wahrheit denn nicht ertragen?

Vielleicht weil sie so unglaublich schön und grausam zugleich ist?

Könnte ich die Spannung dieser Polarität nicht ertragen?

Wo sind meine Augen?

Gedankennotiz: Liebe ist Reinigung

Wir glauben: Liebe ist etwas Schönes. Wenn Menschen sich lieben, dann geben sie sich einander ein gutes Gefühl. Die Liebe basiert auf gegenseitiger Wertschätzung und Aufmerksamkeit. Das stimmt halbwegs. Liebe ist vor allem Erkenntnis. Erkenntnis des Selbst im Anderen. Das setzt Selbstkenntnis voraus und die ist meistens ohne ein jahrzehntelanges Bemühen um Selbstreflexion nicht gegeben. Da wo Selbstkenntnis fehlt, führt Liebe früher oder später in die Hölle.

Liebe reinigt von Unaufmerksamkeit, Unkenntnis und Täuschung. So eine Reinigung kann sehr schmerzhaft sein, weshalb die Liebe auch von vielen Gefürchtet wird.

Liebe ist jenseits der Dualität

Liebe ist weder gut noch böse, weder schön noch hässlich. Liebe ist außerhalb der Dualität. Liebe ist weder-noch und sowohl-als-auch. Liebe ist einfach nur „wahr“. Was Wahrheit ist, dass (finde ich) hat indische Spiritualität fast bis auf den Punkt gebracht.

Von allen Lektüren, die ich zum Zwecke der (Selbst-)Erkenntnis jemals in meinem Leben gelesen habe, waren es die 5000 Jahre alten „Upanischaden“, bei denen mir ein „Licht“ auf ging. (Sehr) vereinfacht ausgedrückt steht in den Upanischaden: Das punktförmige Ding, dass hinter deinen Augen sitzt und das Treiben der Welt durch deine Augen beobachtet, das ist dein wahres Selbst. Das, was du über dich selbst denkst, das bist du nicht.

Jeder Mensch trägt das volle Spektrum menschlicher Eigenschaften in sich. Jeder Mensch trägt das Potenzial zum Adolf Hitler und zur Mutter Theresa in sich. Die Frage ist nur, welche Qualitäten lebt ein Mensch aus. Vieles was wir Leben ist Situationsabhängig. Aus reiner Furcht können die liebevollsten Menschen zu den grauenhaftesten Handlungen fähig werden. Das an sich selbst erkannt zu haben, ist Selbsterkenntnis.

Wer sich für den Pfad der Liebe entscheidet, wird gereinigt von den Lügen, die er über sich und die Welt glaubt.

Fehlerhafte Gedankenmuster und falsche Glaubenssätze äußern sich als Ablehnung – Ablehnung von sich selbst und von anderen. Wenn man seinen Weg alleine geht, kann man Wege finden, seine Stärken zu leben und seine Schwächen nicht wirksam werden zu lassen. Was man nicht mag, dem geht man aus dem Weg. In einer Beziehung, sei es zu einer anderen Person, zu sich selbst oder zur Welt, wird das gesamte Spektrum des gedachten und geglaubten Selbstbildes sichtbar. Ausweichen ist in einer Beziehung nicht möglich.

Es gibt menschliche Eigenschaften, die wir Ablehnen: Dummheit, Faulheit, Zorn, etc. Es ist uns zuwider zuerkennen, dass wir sie alle in uns tragen. Unser Selbstbild ist deshalb nicht vollständig oder einfach „geschönt“ – es ist nicht „wahr.“ Jeder kennt einen Menschen, der sich selbst für herzlichsten und schlausten Menschen hält, aber nicht sieht, wie skrupellos und dumm er sich oft verhalt. Genauso wenig wollen wir erkennen, wie oft wir selbst genau dieser dumme Mensch sind. Das Gleiche gilt auch umgekehrt. Wenn wir in Ehrfurcht vor der Großartigkeit eines Menschen ein Gefühl von Minderwertigkeit bekommen, dann nur, weil wir unsere eigene Großartigkeit nicht erkannt haben.

Liebe ist Selbsterkenntnis und die ist ein schmerzhafter Prozess, weil dafür immer wieder ein unvollständiges Selbst-/Weltbild zusammen brechen und korrigiert aufgebaut werden muss.

Ignoranz ist Betäubung

Oft fehlen die Kapazitäten, um den schweren Prozess der Selbsterkenntnis durchzustehen. Dann wird meistens die Kraft der Ignoranz angewendet, sodass man zwar physisch noch in Reichweite, aber innerlich voneinander getrennt ist. Es gibt Situationen, da ist Ignoranz das einzige zur Verfügung stehende Mittel, um äußerlich Ruhe zu bewahren. Ignoranz ist das absichtliche nicht zur Kenntnis nehmen von etwas oder jemandem und es macht auf Dauer krank. Selbsterkenntnis – sich selbst im anderen erkennen – wäre da die wahre Lösung.

In einer Paarbeziehung kommt es auf die Bereitschaft zur Selbsterkenntnis beider Seiten an. Wenn sich auch nur einer der beiden Parteien dazu entscheidet, sich zu einem bestimmten Thema ignorant zu verhalten, dann ist ein gemeinsames Fortkommen an diesem Punkt nicht möglich. Bezüglich dieses Themas bleibt das Paar getrennt. Der gleiche Prozess findet auch innerhalb einer Person statt. Man will etwas nicht an sich wahrhaben und igoriert es. Man spaltet sich innerlich.

Wie mit allen Betäubungsmitteln besteht bei der Ignoranz die Gefahr der Versuchung. Wenn man es einmal zulässt, ist es wahrscheinlich es weitere Male zuzulassen. Ohne das man es bemerkt, akkumuliert sich alles was ignoriert wird, bis man irgendwann im Grunde gar keinen echten Kontakt mehr zu dem anderen Menschen oder zu sich selbst hat.

Übersteigt die Ignoranz ein gewisses Niveau, dann muss nachgeholfen werden. Der Berg an all dem, was man nicht lieben möchte oder kann, ist so groß geworden, dass neue Strategien angewendet werden müssen, um sich nicht damit auseinander setzen zu müssen.

Dann muss man die Betäubung verstärken mit Rauschmitteln wie Alkohol, Marihuana, Schmerztabletten, Antidepressiva, etc. Man kann sich auch ins zwanghafte Tun flüchten, wie Putzen, Trainieren oder Computer Spiele spielen.

Gedankennotiz: Mut, Hingabe und Angst

Wer sich einmal Hingegeben hat, der öffnet den Kanal zu seiner inneren Wahrheit. Der hört sich wieder. Der fühlt sich wieder. Wer dieses Gefühl auch nur ein einziges Mal erfährt wird es nie wieder vergessen können. Fortan wird dieser Mensch Wahrheit von Lüge unterscheiden können.

Der Großteil der Menschen, die zu mir kommen, für die ist das mit der Hingabe keine unüberwindbare Hürde. Manche brauchen bisschen länger, manche sind schon nach den ersten fünf Minuten der Aufwärmübung irgendwo im Nirvana unterwegs und sie haben es am liebsten, wenn ich einfach meine Klappe halte, gute Musik auflege und sie machen lasse. Aber für diesen Artikel habe ich mir Mal Gedanken um die Angst vor der Hingabe gemacht.

Denn nicht wenige Menschen haben Angst davor zu mir in den Workshop zu kommen. Für mich war das immer nicht begreiflich, aber jetzt glaube ich zu verstehen warum: Sie ahnen, dass es in meinem Workshop vor allem um eins geht: Hingabe. Und davor fürchten sie sich.

Was könnte an Hingabe abstoßend sein?

Hingabe klingt erst mal nicht besonders spektakulär, aber das ist es. Hingabe bedeutet sich etwas oder jemandem bis hin zur Ich-Vergessenheit zu widmen. Es treten Handlungen und Gefühle auf, die von der Vernunft nicht kontrolliert werden sollen oder können. Das ist die fundamentale geistige Haltung auf der meine Arbeit basiert.

Das Problem ist Folgendes: Wir sind von unserem Körper abgetrennt. Das begann unter anderem in der Schule, wo wir gezwungen wurden unseren Bewegungsdrang zu bezwingen und das reicht bis heute ins Erwachsenenalter, wo wir hauptsächlich unsere Zeit im Sitzen verbringen. Das bedeutet unsere Aufmerksamkeit befindet sich nur im Kopf. Wir sind nicht im Herzen. Ab Hals abwärts ist alles ein Fremdkörper.

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Wenn wir immer nur im Kopf sind, dann ist all unsere Lebensenergie im Denken. Wir kennen keine andere Realität als die Gedachte oder die durchs Denken begreifbare. Unser Leben findet in Gedanken statt. Wir glauben wir sind unsere Gedanken. Wir identifizieren uns mit dem, was wir über uns denken. Viele von uns können gar nichts mehr fühlen. Descartes hat gesagt: „Ich denke, also bin ich.“ Hätte er mal mehr getanzt, dann würde er sagen können: „Ich fühle, also bin ich.“ Wer meditiert, der weiß, dass weder Fühlen noch Denken notwendig sind, um zu sein: „Auch ohne Denken und Fühlen bin ich.“

Die Konsequenz für uns ist daraus, dass wir glauben, wir hörten auf zu existieren, wenn wir nicht denken.

Hingabe ist also für den unwissenden Geist der Tod des „Ich“. An der Wurzel der Furcht vor der Hingabe sitzt wie immer die Mutter aller Ängste: die Todesangst.

Manchmal kommen Menschen zu mir die irgendwie (so sagen sie es selbt) „am Ende von irgendwas angekommen“ sind. Sie sagen, sie befinden sich einer großen Umbruchsphase in ihrem Leben. Eine Phase in der alles neu Arrangiert wird und sie spüren, dass sie ihrem neuen Leben etwas hinzufügen wollen, was sie tief in ihrem Inneren vergraben haben. Sie sind müde, das was im „Schattenraum“ gefangen gehalten wird und immer heftiger „von unten“ ins Bewusstsein drängt weiterhin unter kontrolle halten zu müssen. Das, was da von unten an die Tür klopft, sind sie selbst. Das sind all ihre verdrängten Gefühle, alle nicht gelebten Sehnsüchte, alle nicht gelebten Talente und Charakterzüge. Alles was gelebt werden wollte, aber nicht durfte. Es ist diese Hingabe, das Fühlen, das Herz, die Leidenschaft, die Ekstase, das was die Seele der Menschen heutzutage sich ersehnt. Und die soll ab jetzt einen Platz in ihrem Leben haben.

Viele von uns suchen ihr Herz draußen in der Welt und nicht in der Brust. Das ist ein Grund für den starken Drogenkonsum und für jede Art von obsessivem Verhalten, die zum Rausch führt, welches wir überall sehen. Wir suchen die Realität außerhalb der Kontrolle unseres Verstandes. „Sucht“ langsam gesprochen hat was mit Suchen zu tun. Was such(t)en wir? Unser Herz. Wo suchen wir? Nicht, da wo es ist. Wir wollen es nicht wirklich finden. Denn da wo das Herz ist, sind leider auch die Schmerzen. Da sind die Drogen ein verführerisch bequemer Ausstieg.

Einige die zu mir kommen wissen, was da in ihnen los ist. Viele haben schon einige Jahre Therapie und Studium der Heilung und Spiritualität hinter sich. Sie wissen alles über das Feuer, aber sie haben noch nie damit gekocht. Der Grund ist eben diese Angst. Und dann sagen sie soetwas wie: „Ich habe Angst mich diesem Gefühl hinzugeben, weil ich nicht weiß was dann passiert.“

Ich kann verstehen, warum die Menschen sich von der Hingabe scheuen: Sie scheuen sich vor den Veränderungen, die sich daraus ergeben werden.

Wer sich einmal Hingegeben hat, der öffnet den Kanal zu seiner inneren Wahrheit. Der hört sich wieder. Der fühlt sich wieder. Wer dieses Gefühl auch nur ein einziges Mal erfährt wird es nie wieder vergessen können. Fortan wird dieser Mensch Wahrheit von Lüge unterscheiden können.

Das kann ein Problem werden, wenn ein Mensch beispielsweise Jahrzehnte seines Lebens die Zähne zusammen gebissen hat, um eine Rolle im Leben zu spielen, die ihm gar nicht gefällt oder nicht zu ihm passt und darauf ein „Gebäude“ errichtet hat: Wir haben jemanden geheiratet, der nicht zu uns passt und mit ihm eine Familie gegründet. Wir leben seit Jahren in Knechtschaft durch einen Kredit für ein Haus und bezahlen den Kredit mit einem Job zurück, den er uns krank macht. Unser soziales Umfeld kauft uns seit Jahren unser gelogenes Lächeln ab. Innerlich sind wir kaputt. Niemand will wirklich wissen, wie es uns geht. Wir haben unser ganzes Leben auf andere gehört und für andere gelebt. Wir sind mitten in diesem „Schauspiel“ und alles wird von dem Schauspiel getragen. Und plötzlich hören wir etwas von „Hingabe“, „Loslassen“, „der inneren Wahrheit“, etc. In einem Bruchteil einer Sekunde kann sich unser Verstand die Kaskade von Konsequenzen ausmalen, die das Konzept der „inneren Wahrheit“ mit sich bringen würde, wenn wir dem nachgehen würden. Der Verstand mag unvorhersehbare Veränderungen nicht, denn er will ja Kontrolle haben. Unser Verstand zieht unsere Aufmerksamkeit von dem Gedanken an die Hingabe weg und richtet es auf etwas anderes. Es verdrängt das Herz und seine Sehnsucht wieder in den Schattenraum – eine jahrelang ausgeübte Praktik.

Wenn wir uns vor Hingabe fürchten, kann es daran liegen, dass wir in unserer aktuellen Situation keine Kapazitäten haben, unserem inneren Ruf, unserer Sehnsucht nachzugehen. Deshalb kommen zu mir oft Menschen, die diese ganze „Show“ schon hinter sich haben oder aus irgendeinem anderen Grund einfach frei sind zu machen worauf sie lust haben. Die sind bereit für Veränderung.

Ich dachte auch immer wir tanzen nur und konnte deshalb nicht verstehen, warum manche Menschen nicht zu mir kommen, obwohl sie es wollen. Jetzt verstehe ich es: Es würde die Perspektive mancher Menschen auf ihr Leben verändern.

Spiritual Healing Body Techno Shamanic Festivals 2020

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