Warum Frauen nicht tanzen dürfen

Music Credit: Sophie Hunger – There Is Still Pain Left (Laolu Remix)

Tanzverbote sind Werkzeuge der Unterdrückung. Wie zur Hexenverfolgung im Mittelalter, sind emanzipierte und selbstständige Frauen, für totalitäre Regime, wie es sie beispielsweise heute im Iran gibt, eine große Gefahr.

Das Ziel totalitärer Regime ist es, den Menschen eine bestimmte Lebens- und Denkweise vorzuschreiben. Je weniger ein Mensch selbstständig denkt und vergessen hat wer er ist, umso kritikloser nimmt ein Mensch diese Vorschriften an.

Wer tanzt, kommt in Kontakt mit sich selbst. Der Mensch fühlt sich selbst, weiß, wer er ist und was er wirklich braucht. Deshalb sind tanzende Menschen schwer zu manipulieren. Tanzen ist ein Katalysator für zivilen Ungehorsam und erschwert eine Diktatur.

In der gesamten Menschheitsgeschichte haben Diktaturen den Tanz verboten oder vorgeschrieben, wie Menschen tanzen sollen.

Der Legende nach entstand der irische Stepptanz während eines Tanzverbots. Steif wie ein Brett mit herabhängenden Armen tanzten die Leute mit den Füßen, weil die Polizei die Kneipen durch die Fenster kontrollierte und ihre Füße nicht sehen konnte.

In patriarchalen Diktaturen wie der im Iran (nicht nur dort) sind tanzende Frauen logischerweise so etwas wie „Fehler in der Matrix“.

Ich persönlich denke, dass es jetzt mehr denn je wichtig ist, dass Frauen den Zugang zu ihrem Körper zurückgewinnen. In Anbetracht der öffentlichen Kontrollmaßnahmen, die im Zuge der Pandemie installiert werden, bekommt das berühmte Zitat von Pina Bausch „Tanz, tanz, sonst sind wir verloren“ eine Relevanz von existenzieller Bedeutung.

Liebe ist eine Religion

Definition von Glaube

Glaube ist: „das auf einer inneren Überzeugung beruhende Fürwahrhalten von Dingen, Erscheinungen, die objektiv nicht bewiesen sind“.

In allen Büchern die selbe Botschaft

Der Konsens aller spirituellen Lehren ist der: „Gott ist Liebe.“, „Die Liebe ist in deinem Herzen.“, „Gott ist in deinem Herzen.“, „Liebe ist die einzige Wahrheit.“, „Gott ist die einzige Wahrheit.“, „Gott ist in dir.“, „Alles ist Liebe.“, „Du bist Gott.“ und so weiter. Liebe, Gott und das wahre Selbst müssen den Beschreibungen nach, dasselbe sein.

Liebe = Gott = wahres Selbst

Wie an die Existent eines Gottes, kann man an die Liebe nur glauben. Sie ist nicht messbar, nachweisbar, definierbar. Wir haben es auch in unserem alltäglichen Sprachgebrauch: „Ich glaube an die Liebe.“

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Die Schuld vor dem eigenen Herzen

Schuld ist relativ

In unterschiedlichen Kulturkreisen zu unterschiedlichen Zeiten waren Dinge Tabu oder völlig akzeptabel. Ein Beispiel dafür ist die Knabenliebe im antiken Griechenland. Dort war die erotisch-sexuelle Liebe eines älteren Mannes zu minderjährigen Jungen gesellschaftlich legitim und gefördert. Sie war eine Praktik der reichen Oberschicht und wurde als Chance gesehen, für Jungen Bildung und Tugend von einem erwachsenen Mann mit hohem Ansehen zu erlernen. Heute ist das eine Straftat. Schuld ist also relativ.

Alltagspsychologisch gesehen ist das Opfer „gut“ und der Täter „böse“. Jeder Mensch ist aber beides, Opfer und Täter, doch sehen wir uns als Opfer, dann haben wir eine dünne haut, sehen wir uns als Täter sind wir sehr kurzsichtig. Als Täter schlüpfen wir gerne in die Rolle des Opfers und exkulpieren unsere Schuld auf andere. Meistens: Eltern, Lehrer und Kirche. Bei der Schuld entscheiden wir selbstgefällig und werden Hochmütig.

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Dem eigenen Herzen dienen

Demut

Das Bedürfnis einem höheren Zweck zu dienen ist ein ganz fundamentales Bedürfnis des Menschen. Zusammenhang mit der Erfahrung: „Leben ist leiden.“ – wie Buddha es formulierte, macht es Sinn. Ohne einem höheren Zweck zu dienen, wäre das viele Leid, welches ein Mensch im Laufe seines Lebens erfährt, für nichts.

Die Tatsache, dass jeder sterben muss, erübrigt die Frage, ob ein Mensch sein Leben für etwas geben möchte oder nicht. Er muss sein Leben so oder so geben.

Eine Definition von Demut: „Bereitschaft zum Dienen.“

Selbstopferung ist der Sinn

Symbolisch betrachtet, ist die Lebenszeit ist nichts weiter als die Chance, einen bereits gezahlten Gutschein für etwas einzulösen. Sein eigenes Leben opfern für etwas, dass man selbst als erstrebenswert und ehrbar erachtet – darum geht es.

Es ist geht darum, für etwas zu Leben und sich für etwas aufzuopfern.

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Schafe und Hirten

Schafe sind nicht selbstbestimmt, sie folgen dem Schaf, welches vor ihnen rennt. Sie laufen da hin, wo alle hinlaufen. Sie geben die Entscheidung über ihren Weg ab und damit ihre Macht. Der Hirte lenkt die Herde mit seinen Hunden. Der Hirte entscheidet und trägt die Verantwortung. Der Hirte hat die Macht über die Schafe.

Es braucht 5% einer Menge von Individuen, die den Weg vorgeben und 95% werden einfach folgen. Es reicht ein Vorbild mit Wirkung.

Wer ist denn nun der, der den Weg vorgibt?

In dem Film Matrix besucht „Neo“ ein Orakel um zu fragen, ob er der Auserwählte ist? Das Orakel blickt ihn skeptisch an und sagt, er sei es wohl eher nicht. Im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, dass es Neos eigene Entscheidung ist, ob er der Auserwählte ist oder nicht. Das ist Selbstermächtigung.

Eine Entscheidung ist eine Festlegung, eine Positionierung, eine Festsetzung, eine Satzung. Man sucht sich einen Standpunkt und „setzt“ sich drauf. Damit ist eine Entscheidung auch eine Form des Besitz. Wer sich für Entscheidet fixiert etwas, er wird damit zum Fixpunkt, zum Fix-Stern, zum Star, zum Orientierungspunkt.

Menschen Liebe ist ein Geschäft

Wir denken: „Ich möchte eine Beziehung, die mich nährt und die mir gut tut. Eine Beziehung, die mich krank und schwach macht, möchte ich nicht.“ Letzteres nennen wir eine „toxische“ Beziehung. Das bedeutet im Grunde: Die Beziehung soll für uns ein profitables Geschäft sein. Andernfalls lohnt es sich besser alleine weiterzugehen. Es ist also keine bedingungslose Beziehung. Die Beziehung ist an Bedingungen geknüpft. Es ist eine Art Geschäftsbeziehung mit der Absicht der Profits. Das ist verständlich, hat aber einen Haken: Wir suchen gleichzeitig die Liebe in einer solchen Beziehung.

Liebe ist aber etwas Absolutes, nichts Relatives und nur echt, wenn sie bedingungslos ist. Das heißt: Ein Mensch liebt einen anderen, so wie er ist mit seinen Stärken und Schwächen. Die Liebe ist konditional, wenn ein Mensch einen anderen nur liebt, wenn der andere sich entsprechend seiner eigenen, ständig ändernden Präferenzen verhält. Hier kann „Liebe“ durch Liebesentzug zum Foltermittel missbraucht werden und ist damit nur ein als Liebe getarntes Tauschgeschäft, dass Liebe verspricht, aber nie gibt.

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Der Preis der Liebe

Die halbseitige Sicht auf die Liebe

Wir glauben Liebe ist etwas schönes: Wenn Menschen sich lieben, dann geben sie sich einander ein gutes Gefühl. Die Liebe basiert auf gegenseitiger Wertschätzung und Aufmerksamkeit. Das stimmt aber nur halb. Liebe wird auch schrecklich schmerzen.

Andere Lieben bedeutet sich selbst anzunehmen

Liebe ist vor die Fähigkeit sich selbst so anzunehmen, wie man ist, nachdem man sich selbst im Anderen wiedererkannt hat. Das bedeutet zum Beispiel: Man mag einen bestimmten Charakterzug am anderen nicht, um dann irgendwann festzustellen, dass man selbst den gleichen Charakterzug hat, nur in eine anderen Ausprägung.

Liebe ist auch der Pfad in die Hölle

Da wo Selbstkenntnis fehlt, führt Liebe in die Hölle und wenn dann die Bereitschaft zur Demut fehlt, endet die Liebe da auch. Liebe reinigt von Unaufmerksamkeit, Unkenntnis und Täuschung. Diese Reinigung ist schmerzhaft sein, weshalb die Liebe auch von vielen Gefürchtet wird.

In Indien steht für diesen Prozess das Symbol der Göttin Kali.

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Die Angst vor dem Tanzen

Was ist an Hingabe so furchtbar?

Nicht wenige Menschen haben Angst davor zu tanzen. Viele fürchten sich vor der Hingabe. Hingabe bedeutet sich etwas oder jemandem bis hin zur Ich-Vergessenheit zu widmen. Es treten Handlungen und Gefühle auf, die von der Vernunft nicht kontrolliert werden dürfen.

Viele spüren ihren Körper nicht mehr. Das das wurde uns in Schule antrainiert, wo wir gezwungen wurden unseren Bewegungsdrang zu bezwingen, und das reicht bis heute ins Erwachsenenalter, wo wir hauptsächlich unsere Zeit im Sitzen verbringen. Das bedeutet unsere Aufmerksamkeit befindet sich beim Denken. Ab Hals abwärts ist alles etwas fremdes.

Hingabe ist also etwas wie der Tod des Egos. An der Wurzel von der Furcht vor der Hingabe sitzt wie immer die Mutter aller Ängste: die Todesangst.

Oft kommen wir in unserem Leben an einen Punkt, wo wir spüren das wir „am Ende von irgendwas angekommen“ sind. Ein Umbruch kündigt sich an und alles ist davor neu arrangiert zu werden. Etwas, dass lange vernachlässigt worden ist, muss der Mensch nun hinzufügen, um weiter gehen zu können. Das sind verdrängte Gefühle, nicht gelebten Sehnsüchte und Herausforderungen denen man immer ausgewichen ist. Das fordert jetzt seinen Platz im Leben.

Hingabe kann eine Kettenreaktion auslösen

Wenn wir uns vor Hingabe fürchten, kann es daran liegen, dass wir in unserer aktuellen Lebenssituation keine Kapazitäten haben, unserem inneren Ruf, unserer Sehnsucht nachzugehen, beispielsweise wegen Karriere und Familie. Denn wer sich einmal Hingegeben hat, der öffnet eine Tür zu seiner inneren Wahrheit. Der hört seine Seele wieder. Der fühlt sich wieder. Wer dieses Gefühl auch nur ein einziges Mal erfährt wird es nie wieder vergessen können. Man will es wiederholen und stärker erleben. Hingabe kann berauschen und man kann danach süchtig werden.

Das ist der Grund warum der Gedanke an Hingabe für viele furchterregend sein kann. Die Hingabe eröffnet einen Raum von ungeahnter Größer mit unabsehbaren Folgen.

Wann findet Magie statt?

Magie lebt in allen Zwischenwelten

Da wo sich Gegensätze treffen, wo Stille auf Bewegung, langsam auf schnell, oben auf unten, Vergangenheit auf Zukunft trifft, ist der magische Raum. Das ist Zwischenwelt in der noch nichts entschieden ist und alles offen steht, in dem weder-noch und sowohl-als-auch gelten.

Der spannende Moment eines Silvesterkrachers

Ein Silvesterkracher wird an der Zündschnur gezündet. Die Zündschnur spritzt Funken und brennt in Richtung der Papierrolle ab. Dann verschwinden die Funken in der Papierrolle und für einen kurzen Moment ist es Still und nichts ist zu sehen. Der kurze Moment der Stille zwischen dem verschwinden der Lunte und dem Knall, das ist der magische Moment. Alle Aufmerksamkeit ist gebündelt.

Magie beim Tanzen

Wenn du aufmerksam beobachtest, wie sich Bewegung in deinem Körper anfühlt, dann merkst du einen Wechsel zwischen Spannungsaufbau und Entspannung. Wie beim Bogenschießen muss die Sehne erst gespannt werden, bevor der Pfeil abgeschossen werden kann. Bevor es Regnet, muss die Sonne das Wasser in die Wolken heben. Der magische Moment ist da wo Spannung in Entspannung übergeht. Die Kunst ist es, diesen Moment solange wie möglich zu halten und ihm volle Aufmerksamkeit zu geben. Dies erfordert höchste Konzentration, denn wenn die Aufmerksamkeit abschweift, verschwindet der Flow, die ganze Bewegung „bricht“ auseinander und verliert ihre Magie.

Pilze sind Zwischenweltwesen. Im Wald verbinden die Pilze die größten Lebewesen (Bäume) mit den kleinsten Dingen (Moleküle). Sie nähren die Bäume an den Wurzeln. Wenn Bäume sterben zersetzen die Pilze die Bäume wieder in Moleküle.

Der lange Weg durch die Wüste

Bedeutung des Symbols Wüste

Die Wüste ist ein Symbol der Einsamkeit, der Ödnis, der Leere, der Langeweile, des Reizlosen, des Unbelebten, des Hungerns, des Fastens, des erfolglosen Strebens, der Arbeit ohne Früchte, einer langanhaltenden Anstrengung ohne Resultat. Es ist aber auch eine Umgebung, wo man mit sich alleine sein kann, zu sich finden kann, zur Ruhe kommen kann, die Verbundenheit mit dem Universum spüren kann. Es ist ein Ort der Abwesenheit menschengemachter Illusionen und Träume, ein Ort des „Aufwachens“.

Exponentielles Wachstum

In unserer Natur wächst nichts linear. Alles wächst exponentiell. Lineares Wachstum bedeutet: Ich gehe ins Training für eine Stunde und in dieser Stunde lerne ich etwas. Gehe ich für zwei Stunden ins Training, lerne ich doppelt so viel. Bei vier Stunden Training lerne ich vier Mal so viel und so weiter.

Exponentielles Wachstum kann man sich bildlich so vorstellen: „Wasser erhitzt sich langsam und kocht plötzlich.“ Das bedeutet man gehst eine Stunde trainieren und es gibt keine sichtbaren Resultate. Man geht 100 Stunden trainieren und es gibt immer noch kaum sichtbare Resultate. Nach der 101 Trainingsstunde beginnt es plötzlich Resultate zu geben und in darauffolgenden Trainingseinheiten „regnet“ es Resultate. Alles was man in die Hand nimmt, verwandelt sich in Gold.

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