Gedanken Notiz: Ästhetik erfordert Mut

das gefühl für ästehtik entspringt der quelle. was ästhetisch ist kann nicht in ein regelwerk gefasst werden.

auf einem saiteninstrument gibt es akkorde die klingen „stimmiger“ als andere. stimmigkeit ist eine subjektive empfindung, wobei es kollektive vorlieben gibt. es gibt verschiedene deutungsebenen der stimmigkeit. eine ist: die stimmigkeit eines akkords in verbindungen der vorangegangenen und nachfolgenden akkorde. ein „schräger“ akkord kann im richtigen verbund eine wichtiges element zum stimmigkeit der gesamten komposition beitragen.

so ist es beim tanzen auch: die ästhetik einer beweung wird durch die vorangegangen und nachfolgenden bewegungen mitbestimmt und ist erst in der gesamten komposition als stimmig oder nicht-stimmig empfindbar.

wie im leben erfordert es mut, hingabe und die überwindung des aus angst kontrollierenden verstandes, eine bewegung urteilfrei auszudrücken und stehen zu lassen. ein prozess der der natur der egos stark wiederspricht. jede bewegung ist ein sprung ins unbekannte.

Gedanken Notiz: Hüfte und Sexualität

hüfte: „schäm‘ dich!“. schambereich. schamhaare. schambein. schamhaare. genitalien und sexualität sind tabu. psychosomatische wechselwirkung: hüfte flieht nach hinten weg. wird aus der wirklichkeitsgestaltung herausgenommen.

kirche: sexualität ist sünde. keuschheitsgürtel.

hüftbereich: embrionalentwicklung: urmund wird anus. ursprung des lebens in vielerlei hinsicht: urmund. fortpflanzung und geburt.

ohne hüftbewusstsein: fehlt weiblicher persönlichkeitsanteil in mann. abetrennt von einfühlsamkeit und hingabevermögen. schlecht im bett. verzerrte libido.

Gedanken Notiz: Symbol: Wüste

wenn ich heute zurück blicke, dann sehe ich lange phasen in meinem training, wo ich dachte ich bin nicht produktiv und verschwende meine zeit. 2014 habe ich in neukölln im körperhaus trainiert. ich bin jeden tag von 21 uhr bis 1 uhr morgens im trainingsraum gewesen. ich habe auf meine körper gehört, der mir sagte leg dich hin und streck dich. ich dachte das sei total unproduktiv, weil ich keine „moves“ trainiert habe. die streckerei hat sich über monate gezogen und ich dachte nur ich verschwende meine zeit hier. ein paar jahre später stellte sich in meinen workshops heraus, dass wenn ich menschen sage, dass sie das machen sollen kommen sie in andere bewusstseinszustände. es ist einer der mächtigsten übungen die ich heute meinen schülern zeigen kann.

ich kenne viele mythen über die „wüste“. wie eine figur in der auseinandersetzung oder durchquerung einer wüste zu einer besonderen erkenntnis gelangt ist. das ist als symbol zu verstehen, wie alles andere auch.

ich schlussfolgere daraus, dass die zeiten der ödnis uns leere sehr gehaltvoll sind. wüstendurchquerung ist etwas sehr anstrendendes und erfordern sehr viel innere stärke.

Embodied Strechtching – Wiedererschließung des Körpers

Pure Embodiement. Vor dem Tanzen erst einmal in den Körper kommen. Aus dem „Schlaf“ aufwachen. Der Körper ist Erde. Das Bewusstsein wieder auf die Erde bringen. Sich erden. Den Geist im Fleisch ausbreiten. Inkarnation: „In carne“ (ins Fleisch gehen). Auf diese Welt kommen. Die Aufmerksamkeit auf „Zuhören“ umstellen. Vom Denken ins Spüren kommen. Auf Hingabe vorbereiten. Die Synapsen und Nervenbahnen aktivieren. Jede Zelle begrüßen. Jede Zelle aufwecken. Lebendig werden.

Mit der Geburt ist der Geist nicht automatisch mit dem Körper verbunden. Synapsen und Nervenbahnen müssen erst gebildet werden. Das geschieht durch Bewegung. Als Kinder spielen, klettern, fallen und springen wir herum. Das ist der Prozess der Erschließung des eingen Körpers. Das Gehirn lernt die Physik kennen, die Reaktionszeit, die präzise Ansteuerung der Muskeln. Wenn wir eingeschult werden, wird der Prozess unterbrochen und wir werden an das Sitzen am Schreibtisch gewöhnt. Wer diesen „Verkörperlichungsprozess“ nicht aktiv wieder aufnimmt, der wird seinen Körper kaum kennen.

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Musik: https://soundcloud.com/baikalnomads/mixtape-56-by-joep-mencke

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Termine:

Flow.Movement: 20.7 – 21.7.2018 in Frankfurt am Main

Flow.Movement: 13.10 – 14.10.2018 in Hannover

Flow.Movement: 29.9 – 21.9.2018 in Grafing

Infos: https://dancetoexpress.de/workshops/

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Feminin, Maskulin, Bewegung und Ästhetik

 

I started with breakdancing, which is a „male quality“ discipline. After a while, i felt that i resonate much more with „feminine qualities“ in terms of movement, such as: softness, liquid curvy forms, movement with hips, chest and spine, emotional expression and so on.. – „feminin asthetics“ i would say. I think when i dance, it is the feminin part of my soul expressing it self through me.

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Was ist Tanzen?

Zuerst dachte ich Tanzen bedeutet sich zur Musik zu bewegen. Dann lernte ich Stile kennen, wie beispielsweise Butoh (japanischer Ausdruckstanz), wo oft ohne Musik gearbeitet wird und Bewegungen so minimalistisch werden, dass äußerlich oft kaum noch Bewegung sichtbar ist.

Der eine Tänzer kann nur Choreografien, der andere nur improvisieren. Manche gehen technisch, fast schon wissenschaftlich an die Sache, während die andere sich in Trance tanzen. Im Grunde ist schon das Gedrängel im Supermarkt eine Gruppenimprovisation. Ich bin zum Schluss gekommen: Tanz ist all das, was sich der Tanzende darunter vorstellt und das ist bei jedem anders.
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