Um gut zu tanzen müssen wir falsche Ideen verlernen

Music Credit: Zeca Veloso – Todo Homem (Nacho Varela & Cruz Vittor Edit)

Erwartungen schaffen Scham

Wir schämen uns, wenn wir die Erwartungen nicht erfüllen. Es ist ein Schutzmechanismus, der dafür sorgt, dass wir uns so verhalten, wie er gesellschaftlich akzeptiert und anerkannt ist. Da wir in einer wettbewerbsorientierten Gesellschaft leben, spüren wir den Druck, in jedem Aspekt unseres Lebens großartige Leistungen zu erbringen und perfekte Menschen zu sein. Authentizität wird weniger akzeptiert als ein vorgetäuschtes makelloses Bild. Wir zahlen den Preis, indem wir mit unserer Seele in Konflikt stehen.

Der Mensch macht von Natur aus Fehler

Aber angesichts der Komplexität des Lebens auf der Erde sind auch Erwachsene nichts anderes als gealterte Kinder, die weiterhin Fehler machen und sich dumm verhalten. Die Erwartungen, die wir an uns haben, entsprechen nicht unserer menschlichen Natur. Wir müssen Verletzlichkeit und Fehlbarkeit verbergen.

Ausdrucksvolles Tanzen erlaubt kein Vortäuschen

In einem wettbewerbsorientierten Umgebung kann Täuschung ein Sprungbrett zum Erfolg sein. Aber wenn der Grund, warum wir tanzen, der Ausdruck ist, dann ist das Vortäuschen logischerweise das Gegenteil von dem, was wir suchen. Beim Ausdruckstanz geht es um Authentizität. Fortschritt kommt dadurch, dass wir die Idee verlernen, dass wir gut tanzen müssen und das Schamgefühl beseitigen, wenn wir versagen, Fehler machen und dumm aussehen.

Warum solltest du alleine tanzen?

Music Credit: Montoya – Iwa

Trainiere alleine und schau, wie dein Tanz aussehen würde, wenn du auf dieser Welt absolut alleine wärst. Wenn es niemanden oder nichts gäbe, mit dem du dich vergleichen könntest, wie würdest du dich wirklich bewegen? Was bedeutet großartiges Tanzen für dich, wenn es keine externe Wertschätzung oder Kritik gibt?

Alleinheit ist ein zeichen eines frischen, unschuldigen Geistes.

Das Üben alleine hilft dem Geist, sich klar im Spiegel zu sehen und sich von dem vergeblichen Streben nach Ehrgeiz mit all seinen Komplexitäten, Ängsten und Frustrationen zu befreien. Nur dann kann man seine eigene einzigartige, authentische Art der Bewegung entdecken.

Man verlässt sich auf Autoritäten, weil man Angst hat, allein zu stehen.

Stil ist etwas, das man einem nicht geben kann. Man muss es selbst herausfinden. Und um es herauszufinden, muss man Gesetz und Maß für sich selbst sein. Und deshalb kein Lehrer oder Vorbild – was bedeutet, keine Angst zu haben, ganz allein zu stehen.

Wer gerne alleine ist, der ist frei.

Die Ekstase des Tanzens kommt, wenn man keine Angst mehr hat, allein zu sein. Es kommt leise und eröffnet den Weg der totalen künstlerischen Freiheit.

Was ist Stil?

Music Credit: Bicep – Glue

Ein Ausdruck unseres inneren Wesens nach außen

Alles, was wir nach außen hin ausdrücken, spiegelt wider, was wir in uns tragen. Man kann nicht einfach sein Erscheinungsbild ändern, ohne seine Gedanken, Werte, Emotionen usw. grundlegend anzupassen.

Man kann vielleicht einen Stil für kurze Zeit nachahmen, aber es ist unmöglich, einen bestimmten Stil langfristig aufrechtzuerhalten, wenn der Stil nicht wirklich vom Künstler gelebt wird.

Stil ist die Art und Weise, wie etwas ausgedrückt wird

Beim Schreiben gibt es zum Beispiel viele Möglichkeiten, ein und dieselbe Information zu kommunizieren, aber wie die Information transportiert wird, ist der Stil.

Stil wird unbewusst wahrgenommen

Stil ist die Beziehung zwischen Symbolen. Es ist die verborgene Bedeutung zwischen den Zeilen.

Stil ist ein Indikator für Selbstachtung

Ein auffälliges Styling bedeutet, dass man sich um etwas gekümmert hat. Da Stil ein Ausdruck der inneren Welt des Künstlers ist, zeigt er, dass der Künstler in diesem speziellen Aspekt für sich selbst gesorgt hat.

Jede Bewegung hinterlässt eine Spur im inneren Auge des Betrachters. Daher kann jede Bewegung als Symbol gesehen werden. Ein Symbol enthält Attribute wie Proportionen, Einstellungen, Konnotationen usw. Wenn die Entscheidung eines Tänzers, bestimmte Attribute hervorzuheben, wahrnehmbar wird, beginnen die Symbole miteinander in Beziehung zu treten. Ein anderes Wort für diese Beziehung ist Stil.

Die letzten dreißig Prozent

Wenn Sie Flow-Bewegung üben, erhalten Sie häufig aus dem Nichts Ideen oder Gefühle für die Bewegungen, die Sie ausführen möchten. Nachdem Sie eine Bewegung ausgeführt haben, stellen Sie fest, dass Ihre Ausführung nur 70% der ursprünglichen Idee entspricht. Dies ist seltsam, insbesondere wenn die Bewegung für Sie überhaupt nicht physisch oder koordinativ herausfordernd gewesen wäre. Aus irgendeinem Grund vermeiden Sie es, dem Ausdruck die richtige Zeit und den richtigen Raum zu geben. Die Erweiterung Ihrer Freiheit, sich in diese ausgeschlossenen Räume zu bewegen, wird die Reise Ihres Lebens sein.

Die Struktur des verbotenen Raumes

Der Raum, den Sie nicht betreten, hat eine Struktur, die von Ihren Überzeugungen bestimmt wird. In der westlichen Gesellschaft wird das Becken beispielsweise als sündiger Ort angesehen. Damit ist Scham und Angst verbunden. In der deutschen Sprache heißt das Geschlecht „Geschlecht“, was von „schlecht“ abgeleitet ist, und das gesamte Gebiet wird „Schambereich“ genannt, was „Gebiet der Schande“ bedeutet. Frauen dürfen bis zu einem gewissen Grad mit Beckenbewegung tanzen, aber für Männer ist dies im Allgemeinen ein verbotener Ort. Für die meisten westlichen Männer ist das Becken ein Teil des Körpers, der völlig unbewusst ist. Es ist eine gedämpfte, fast nicht existierende Region. Wenn also eine Bewegung durch den Körper eines Mannes läuft und in die Beckenregion gelangt, würde der männliche Tänzer etwas tun, um das Becken zu umgehen oder die Bewegung vollständig zu unterbrechen.

Eine lebenslange Reise

Da die Hemmung der Beckenbewegung stark mit der westlichen Vorstellung davon verbunden ist, was ein Mann sein sollte, würde die Wiederherstellung der Bewegungsfreiheit des Beckens die Zerstörung und Wiederherstellung der gesamten Weltperspektive eines Mannes erfordern.

Meditation und Hypnose

Was ist Flow Movement?

Wir sagen, dass Flow ein veränderter Geisteszustand ist, in dem ein Mensch sich selbst verliert und eins mit seiner Aktivität wird. Flow-Bewegung tritt auf, wenn sich durch den Tänzer ein Strom von Bewegungen durch den Tänzer ausdrückt, ohne dass er darüber nachdenken muss.

Sieht aus wie Flow, ist es aber nicht

Von Natur aus möchte Ihr Geist einen Weg gehen, den er bereits gegangen ist. Das heißt, beim Tanzen schlägt der Geist vor, Bewegungen zu wiederholen, die schon einmal gemacht wurden. Es ist verlockend, weil es sich sicher und bequem anfühlt, in der bereits bekannten Welt zu bleiben. Es gibt einen Unterschied zwischen Evolution und Innovation. Die Rekombination vorhandener bereits gelernter Bewegungen ist Evolution. Aber nur wenn Bewegungen auftreten, die keine Rekombination oder Ableitungen anderer bereits bekannter Bewegungen sind, dann handelt es sich bei der Bewegung um eine Innovation.

Wenn der Bewegungsablauf also komplex ist, sich jedoch Elemente derselben Qualität ändern, ist der Tänzer in einer Schleife gefangen. Dies ist eine Art von Monotonie, die die Fähigkeit hat, wie der Rhythmus einer Trommel einen Menschen zu hypnotisieren. Der Verstand wird den Tanz vollständig übernehmen und jede Bewegung ist ein Ergebnis eines Automatismus. Der Tänzer könnte sich in dem Strom von Bewegungen verlieren und ihn fälschlicherweise als „Flow State“ verwechseln. Aber das ist nicht der Flow, den wir als Freestyle Tänzer erreichen wollen. In den Automatismus zu fallen ist eine Form des unbewussten Schlafes und was wir wollen, ist kreative Trance, die völlige Wachsamkeit ist.

Achten Sie auf Wiederholungen

Ein guter Weg, um zu verhindern, dass Sie in einer Schleife gefangen werden, besteht darin, ständig zu beobachten, wo Sie Ihre Bewegungen wiederholen. Natürlich müssen Sie Wiederholungen durchführen, um eine Bewegung zu trainieren, aber achten Sie darauf, dass Sie sie nicht wiederholen, weil sie sich gemütlich anfühlt. Erfinden Sie Ihren Stil und Ihre Bewegungsqualitäten immer wieder neu. Bemühen Sie sich, Ihre eigenen Muster zu brechen.

„Wenn du tanzt, schlägt dein Verstand vor, Bewegungen zu wiederholen, die du bereits kennst, und wenn du dies tust, wirst du mit einem Gefühl der Sicherheit und des Komforts belohnt. Selbst wenn dein Bewegungsablauf komplex ist, sich jedoch Elemente gleicher Qualität ändern, bist du in eine Schleife geraten. Du kannst dich in dem Strom der Bewegung verlieren, der für als ein Trance verwechselt werden könnte. Aber was tatsächlich passiert ist, ist, dass du dich selbst hypnotisiert hast, was eine ganz andere Sache ist.“

Liebe ist eine Religion

Definition von Glaube

Glaube ist: „das auf einer inneren Überzeugung beruhende Fürwahrhalten von Dingen, Erscheinungen, die objektiv nicht bewiesen sind“.

In allen Büchern die selbe Botschaft

Der Konsens aller spirituellen Lehren ist der: „Gott ist Liebe.“, „Die Liebe ist in deinem Herzen.“, „Gott ist in deinem Herzen.“, „Liebe ist die einzige Wahrheit.“, „Gott ist die einzige Wahrheit.“, „Gott ist in dir.“, „Alles ist Liebe.“, „Du bist Gott.“ und so weiter. Liebe, Gott und das wahre Selbst müssen den Beschreibungen nach, dasselbe sein.

Liebe = Gott = wahres Selbst

Wie an die Existent eines Gottes, kann man an die Liebe nur glauben. Sie ist nicht messbar, nachweisbar, definierbar. Wir haben es auch in unserem alltäglichen Sprachgebrauch: „Ich glaube an die Liebe.“

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Die Schuld vor dem eigenen Herzen

Schuld ist relativ

In unterschiedlichen Kulturkreisen zu unterschiedlichen Zeiten waren Dinge Tabu oder völlig akzeptabel. Ein Beispiel dafür ist die Knabenliebe im antiken Griechenland. Dort war die erotisch-sexuelle Liebe eines älteren Mannes zu minderjährigen Jungen gesellschaftlich legitim und gefördert. Sie war eine Praktik der reichen Oberschicht und wurde als Chance gesehen, für Jungen Bildung und Tugend von einem erwachsenen Mann mit hohem Ansehen zu erlernen. Heute ist das eine Straftat. Schuld ist also relativ.

Alltagspsychologisch gesehen ist das Opfer „gut“ und der Täter „böse“. Jeder Mensch ist aber beides, Opfer und Täter, doch sehen wir uns als Opfer, dann haben wir eine dünne haut, sehen wir uns als Täter sind wir sehr kurzsichtig. Als Täter schlüpfen wir gerne in die Rolle des Opfers und exkulpieren unsere Schuld auf andere. Meistens: Eltern, Lehrer und Kirche. Bei der Schuld entscheiden wir selbstgefällig und werden Hochmütig.

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Dem eigenen Herzen dienen

Demut

Das Bedürfnis einem höheren Zweck zu dienen ist ein ganz fundamentales Bedürfnis des Menschen. Zusammenhang mit der Erfahrung: „Leben ist leiden.“ – wie Buddha es formulierte, macht es Sinn. Ohne einem höheren Zweck zu dienen, wäre das viele Leid, welches ein Mensch im Laufe seines Lebens erfährt, für nichts.

Die Tatsache, dass jeder sterben muss, erübrigt die Frage, ob ein Mensch sein Leben für etwas geben möchte oder nicht. Er muss sein Leben so oder so geben.

Eine Definition von Demut: „Bereitschaft zum Dienen.“

Selbstopferung ist der Sinn

Symbolisch betrachtet, ist die Lebenszeit ist nichts weiter als die Chance, einen bereits gezahlten Gutschein für etwas einzulösen. Sein eigenes Leben opfern für etwas, dass man selbst als erstrebenswert und ehrbar erachtet – darum geht es.

Es ist geht darum, für etwas zu Leben und sich für etwas aufzuopfern.

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Physical enjoyments

I always speak about that „good feeling“ that a dancer has to follow when he or she dances. But a „good feeling“ is an abstract term. What does that mean?

If you have nice thought that makes you happy, that’s a different good feeling like the one you have, when you are getting massaged. What I am pointing at, are physical enjoyments.

There are some reference points that I think everybody knows from their own experience which describes the kind of „good feeling“ I am talking about.

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The false brother of trance

Did you notice that everything has a false brother? T the false brother of self-love is narcissism. The false brother of love is attachment. The false brother of unconditional love is addiction. The false brother of giving a compliment is flattering. The false brother of surrender is resignation.

Automatism looks like trance

Many times I meditated and thought that I deeply sunk into myself and immersed myself into the void of nothingness, and then I woke up and realized that I was just sleeping. The false brother of trance is automatism which is sleeping consciousness.

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