Wie tanzen geht

Sprich‘ zu deinem Körper: „Nicht mein Wille, sondern dein Wille gesche.“

Entscheide dich immer dafür, die Bewegung auszuführen, die den größten Genuss verspricht

  • Sollte sich spontan eine andere Bewegung melden, die noch größeren Genuss verspricht, dann lass ab vom alten Weg und gehe sofort dem neuen nach.
  • Achte darauf, dass die Bewegung nicht durch Angst beeinflusst wird. (bsp.: eine Bewegung zögerlich ausführen)
  • Achte darauf, dass Angst nicht als Genuss in Erscheinung tritt. (bsp.: sich Verstecken)

Bewege dich entsprechend deiner Möglichkeiten immer auf deine bestmögliche Weise

  • Nutze alle deine Fähigkeiten, Vorstellungskräfte und Talente, um die Bewegung auszuführen
  • Gib bei jeder Bewegung dein Allerbestes. Das Resultat ist bedutungslos.
  • Wenn sich zwei Bewegungspfade gleichzeitig offenbaren, wähle beliebig und beobachte, ob sich Pfad als fruchtbar erweist.
  • Folge einem Bewegunspfad bis es nicht mehr weiter geht.
  • Wenn du am Ende eines Weges angekommen bist, wähle die nächste Bewegung, die den größtmöglichen Genuss verspricht.
  • Sei sensibel dafür, wahrzunehmen, dass ein Weg zuende ist, um einen neuen zu Wählen.
  • Körperliche Einschränkungen, Moral, gesetzliche Grenzen und ethische Standards sind Indikatoren dafür, ob ein Weg zuende ist oder nicht.

Führe eine Bewegung aus mit absolut keiner Erwartung an das Resultat

  • Verstehe, dass jede Erwartung an ein bestimmtes Resultat möglicherweise ein besseres Resultat behindert.
  • Eine Bewegung, muss nicht gleich die Zielbewegung sein. Sie kann eine Vorbereitung sein, dich in eine Haltung zu führen, von der die eigentliche Bewegung ausgeführt werden kann.

Das befolgen der oben genannten Regeln liefert augenblicklich jede Information und Energie, um

  • aus der gesamten Fülle möglicher Bewegungen zu schöpfen ohne sie zu kennen zu müssen.
  • ohne Erschöpfung für lange Zeit den Fokus und ein hohes Leistungsniveau zu halten.
  • Timing, Form und Intensität der Gesamtheit aller Bewegungen in eine harmonische Komposition zu bringen.
  • den gesamten Bewegungsablauf dem Pfad des geringsten Widerstands folgen zu lassen.
  • den Tanz zum Spiegel deiner Innenwelt werden zu lassen.
  • deine Blockaden, Hemmungen und Ängste erkennbar werden zu lassen.
  • alle anderen Wege des Ausdrucks des Genusses (Stimme, Malen, Sexualität, Stille, etc.) freizuschalten.
  • alles zu erfahren, was es über das Tanzen zu erfahren gibt.

Auf diesem Pfad wird Bemühung nie zunichte und es gibt kein Misslingen.

Hingabe

Der Tod ist die Mutter der Schönheit; daher soll allein von ihr Erfüllung kommen für unsere Begehren. Der Tod durch Hingabe ist von allen die schönste; diese macht das Leben sehr lebenswert. Sterben kann nur ein falsches Selbstbild.

Ich will nicht warten. Ich muss weiter gehen, komme aber nicht voran. Wie so oft stehe ich mir selbst im Weg. Das Eis auf dem ich stehe wird immer dünner. Angriff oder Rückzug? Quälende Fragen: Was ist wenn? Doch lieber erstarren? Ist nicht mein Stil! Wenn ich jetzt nicht springe, schubst mich später das Leben. Auch nicht mein Stil. Aus der Tiefe ruft die Sehnsucht: „Lasse dich fallen.“ Ich trau mich nicht. Angst lähmt. Das macht mich wütend. Die Wut braut sich zusammen.

Jetzt habe ich doch die Kraft. Ich suche mir einen schönen Spot. Ich atme ein. Ich atme aus. Ich schließe meine Augen und springe.

Alles wovor ich mich fürchte begenet mir. Doch der Tanz macht mich Stark. Ich gebe mich hin. Das klingen einer Violine lässt mich tausend Tode sterben. Meine tausend Masken, die mir den Blick auf mich selbst versprerrt haben, fallen von mir ab. Ich kann wieder frei Atmen. Ich kann mich wieder frei Bewegen. Ich fühle mich wieder. In der Leidenschaft finde ich wieder zum Licht.

Jetzt ist alles anders. Jetzt habe ich die Wahl. Jetzt kann ich entscheiden. Im Schatten ist jetzt Licht. Ich bin wieder ein Stück mehr ein Ganzes geworden.

Wie ein Mann in den Armen seiner Geliebten, kein Gewahrsein hat von dem, was außen, und dem, was innen ist, so hat ein Mensch im Tanz kein Gewahrsein von dem, was außen, und dem, was innen ist, denn die Vereinigung mit seinem wahren Selbst erfüllt alle Begehren.

Frank Lee Döllinger

„Der Typ ist verrückt.“ Das höre ich oft über mich sagen. Vielleicht ist da was dran. Vielleicht hilft mir das Tanzen mit meinem Wahnsinn und dem Wahnsinn in der Welt klar zu kommen. Ich glaube so wird generell Kunst geboren.

Ich wollte ein Breakdancer mit meiner vollig eigenen Bewegungssprache sein. Ich dachte mir: Jede Bewegung ist schön, wenn sie mit Seele gefüllt ist. Diese Qualität habe ich beim Training gesucht – 17 Jahre lang. Ich hab nicht geahnt, was ich dabei entecken werde und wohin mich das bringen wird.

Ich habe verschiedene Tanzstile trainiert und mir überall das herausgezogen, was mir gefiel und mir meine eigene Bewegungssprache zusammen gebaut. So einfach ist dieser Weg nicht, denn man geht ihn alleine. Vielleicht ist das der Grund, warum so wenige diesen Weg gehen.

Ich bin kein Guru und kein Heiliger. Ich habe auch Hunger. Was meine Person ausmacht sind vielleicht drei Dinge, die ich in mir trage: Schmerz, Neugier und Mut. Entwicklung findet außerhalb der Komfortzone statt. Der Schmerz lässt mich nirgends komfortabel werden. Fluch oder Segen? Die Neugier gibt mir Orientierung, wohin meine Reise als nächstes geht. Der Mut (vielleicht ist es Dummheit) gibt mir Kraft, um immer wieder den Sprung ins Unbekannte zu wagen. Das hat mich Grenzerfahrungen machen lassen und das mag einigen Aspekten vielleicht bewundernswert erscheinen, aber ich bin als ganzes wunderbar, scheusslich und unschuldig, wie jeder Mensch.

Bühne

Ich habe mich mit allen möglichen Stilen beschäftigt und mir das raus gezogen, was mir gefiel. Ihr könnt das in meinen Videos sehen. Jedes ist anders. Ich habe alles, Musik, Körper, Geist und Seele, einfach nach meinem Geschmack miteinander verschmolzen. Meinen Stil könnte ich „Experimental Expressive Urban Dance“ bezeichnen. Aber: Was sind schon Labels?

„Frank Döllinger fällt als der Souveränste auf […]. Sie [seine Bewegungen] künden von einer Tanzlust, in der die riesige Frage nach gleich oder anders einfach verdampft.“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung

Ich habe mich jedoch für das Unterrichten entschieden, da ich nur hier wirklich das machen kann wie ich es will um das weitergeben, was ich zu geben habe.

Workshops

Im Tanz löst sich das zersplitterte Ego wie Salz in einem Meer aus Freude. Jede menschliche Tätigkeit ist ein Bemühen diesen Zustand zu erreichen. Nichts als das kann unseren unendlichen Hunger nach Einheit in unserem Herzen stillen.

Ich habe mich immer geweigert Worte für das was ich mache zu finden. Sie werden dem worum es geht nicht gerecht. Immer mehr habe ich das Gefühl, ich muss es nicht mehr erklären. Die Menschen die zu mir kommen folgen ihrem Gespür und ahnen worum es geht. Ahnst du auch etwas?

Tanz findet jenseits des Denkens statt und wird deshalb nie in Worte gefasst werden können.

Ekstatisches Tanzen ist weniger als eine Haaresbreite entfernt von tiefster Versenkung durch Meditation. Tanz und Meditation sind eins.

Testimonials

„Vor 3 Wochen durften wir was ganz besonderes erleben. Wir waren Teilnehmer eines Flow Workshops, angeleitet von Frank Lee Döllinger. Unsere Erwartungen daran war neue Flow Moves zu lernen. Das fand auch statt, war aber nicht das Wesentliche. Frank hat uns gezeigt wie man seinen Flow finden kann und sich, befreit vom Denker, in Verbindung mit seinem Inneren, in Bewegung ausdrückt. Wir können nur Jedem empfehlen von diesem besonderen Menschen zu lernen.“
Toni a.k.a. Flex von Strong&FlexTV
Katrin Kohlbecher, Instructor der School of Movement Medicine Frankfurt

Termine 2019

20.04. Atelier Orbit24 | Frankfurt Main

15.-16.06. Heidi’s Zauberpark | Wien

12.-16.08. Across The Universe | Wien

07.-08.09. Yogabande | Hannover

26.-27.10. Aterlier Orbit24 | Frankfurt Main

18.-20.10. Neuraum.Berlin | Berlin

21.-22.09. Lichtsaal Grafing | München

FAQ

Die schönste Frage beantworte ich gleich hier: Zu welcher Musik trainieren wir? Unter anderem sowas:

Weitere Fragen wie: Welche körperlichen Voraussetzungen sollte ich mitbringen? Welche Methoden verwende ich? Darf ich Kinder mitbringen? etc. habe ich hier in den FAQs: